"Soziale und kulturelle Angebote fortentwickeln" und "Neue Entwicklungen der sozialen, kulturellen und pädagogischen Arbeit anregen, aufgreifen und öffentlich machen" lauten die Leitziele des ISKA. Umgesetzt werden diese im ständigen Pendel zwischen Theorie und Praxis. Nirgendwo wird dies besser sichtbar als in den Projekten des Innovationsmanagements. Von 1999 bis 2004 entwickelte das ISKA eine neue Konzeption der Kita-Förderung in Bayern, beriet Ministerium, Kommunen und Träger bei deren Erprobung und begleitete über hundert Modelleinrichtungen bei der Umstrukturierung. 2005/2006 wurden modellhaft Kinderbetreuungsbörsen in Düsseldorf und im Landkreis Neumarkt i.d.OPf. entwickelt. Ebenfalls 2005/2006 entstanden im Rahmen des Modellprojektes "Große für Kleine" Projekte des Bürgerschaftlichen Engagements in Kindertageseinrichtungen in Bremen, Halle und Nürnberg. 2006/2007 entwickelte das ISKA mit der Stadt Nürnberg ein Strukturkonzept für stadtteilbezogene Anlaufstellen für Bürgerschaftliches Engagement.
Gemeinsam mit der Stadt Nürnberg richtete das Zentrum Aktiver Bürger (ZAB) lokale und stadtteilnahe Anlaufstellen für Bürgerschaftliches Engagement ein. Orientiert an einer sozialraumorientierten Familienpolitik, wird damit eine engere Zusammenarbeit zwischen professionellen Diensten und Ehrenamt angestrebt. In diesem Kontext waren Qualitätsstandards der Kooperation zu entwickeln.
Von Januar 2005 bis Dezember 2006 wurden in Halle, Bremen und Nürnberg im Rahmen des Modellprojektes "Große für Kleine" Bedingungen des systematischen Einsatzes Bürgerschaftlichen Engagements in Kitas erprobt. Aus dem Erfahrungs- und Wissensbestand der Modellstandorte entwickelte das ISKA Internethandbücher als Praxisleitfäden. Diese richten sich jeweils an Kommunalpolitiker/innen und Mitarbeiter/innen der öffentlichen Verwaltung, an Freiwillige, an Freiwilligenagenturen und an Leiter/innen und Mitarbeiter/innen von Kindertageseinrichtungen.
Familien können sich im Allgemeinen nur sehr umständlich einen Überblick über das lokale Angebot an Kindertageseinrichtungen und Tagesmüttern verschaffen. Sogenannte Kinderbetreuungsbörsen sollen hier Abhilfe schaffen. Im Internet und in kleinen Beratungszentren werden alle Informationen zum Thema gebündelt und übersichtlich aufbereitet. In Pilotprojekten in der Stadt Düsseldorf und im Landkreis Neumarkt i.d.OPf. wurden Arbeitsform und Internet-Technik entwickelt. Die Server-Software kibeo wird vom ISKA zum Betrieb des Internet-Portals www.kita-bayern.de verwendet und vom BMFSFJ an Bundesländer und Kommunen kostenfrei weitergegeben.
Im Rahmen eines Drei-Stufen-Planes der Bayerischen Staatsregierung wurden fünf Jahre lang neue Finanzierungsmöglichkeiten für Kindergärten und Horte betriebswirtschaftlich untersucht und bewertet. Ein in diesem Zusammenhang vom ISKA entwickeltes neues Fördermodell ("kindbezogene Förderung") wurde ab 2000 bis Ende 2003 an zwei Modellstandorten (Stadt und teilweise Landkreis Bayreuth sowie Landkreis Landsberg am Lech) erprobt. Das Fördermodell schlägt eine Brücke zwischen Qualitätsentwicklung und Kita-Finanzierung. Mechanismen von Angebot und Nachfrage werden gezielt zur besseren Bedarfsdeckung sowie zur Qualitätssteuerung eingesetzt. Die vom ISKA entwickelten Förderalgorithmen fanden Eingang in das neue Bayerische Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG).
Zur Berichterstattung über das Projekt wurde ein innovatives Internet-Informationssystem (www.iska-nuernberg.de/kita-bayern) eingerichtet. Sämtliche 103 am Modellprojekt beteiligten Kindertageseinrichtungen stellten sich im Rahmen der Qualitätssicherung im Internet ausführlich vor. Das hierfür eingerichtete Internetportal www.kita-bayern.de hat inzwischen eine weit über die Modellstandorte hinausgehende Bedeutung.
Aktualisiert am 14.04.2009 - Startseite ▲ nach oben