Innovationen werden am ISKA nicht nur theoretisch vorbereitet und entwickelt. Eine ganze Reihe von Ideen aus Forschungs- und Beratungsprojekten werden in eigener Trägerschaft vor allem am Standort Nürnberg praktisch umgesetzt:
▼ Landesnetzwerk
Bürgerschaftliches
Engagement
▼ Zentrum Aktiver Bürger
(ZAB) Nürnberg
▼ Zentrum Aktiver Bürger
(ZAB) Fürth
▼
Projekt Empowerment & Partizipation
▼ Beteiligung von Migrant/innen
und Migrantenorganisationen im Stadtteil
▼ Kindertagesstätte
MOMO
▼ Kindertagesstätte
MIKRO
▼ Kindertagesstätte
MIO
▼ Schuldnerberatungs- und
Insolvenzberatungsstelle
▼ Mediation /Vermittlung in Konflikten
▼ pas á pas
Die ISKA-Praxisprojekte sichern die Bodenhaftung der Beratungs- und Forschungsarbeit. Gleichzeitig sind sie wiederum Quelle für neue Ideen. Alle wissenschaftlichen MitarbeiterInnen sind in Praxisprojekte eingebunden.
Das
Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement
wurde 2003 als landesweite Informations- und Servicestelle gegründet,
die Freiwilligenarbeit vor Ort initiiert und unterstützt. Mit seinem
umfangreichen Internet-Portal, Fortbildungs- und Beratungsangeboten,
Fachtagungen und dem viermal jährlich erscheinenden Informationsbrief
trägt es zum Ausbau des Bürgerschaftlichen Engagements und zur
Entwicklung entsprechender Strukturen in Bayern bei.
Das Landesnetzwerk ist strukturell offen angelegt und hat derzeit sechs Netzwerkpartner, die themen- und projektorientiert zusammenarbeiten:
Die geschäftsführende Servicestelle ist am ISKA
angesiedelt und befindet sich im räumlichen Verbund mit dem Bereich
Praxisforschung und Organisationsberatung, dem Zentrum Aktiver Bürger
und der Kindertagesstätte MOMO.
Das Zentrum für
ehrenamtlich engagierte Menschen im
sozialen und kulturellen Bereich ermuntert Menschen beispielsweise in
der
nachberuflichen Lebensphase zu neuen Tätigkeiten. Es unterhält
einen Handwerkerdienst, bietet kulturelle Angebote für
Altenheime, organisiert generationsübergreifende Aktivitäten und vieles
mehr. Im Jahr 2005 gab es 18
Projekte mit etwa 350 ehrenamtlichen MitarbeiterInnen. Weitere
Initiativen werden vom ZAB angestoßen, entwickelt und
gefördert.
In den Jahren 2000 bis 2002 war das ZAB in das Modellprojekt Bürgerarbeit der Bayerischen Staatsregierung eingebunden. Dadurch war die Ausdehnung der Aktivitäten auf Bereiche möglich, in denen neue Formen der sozialen Organisation, Ehrenamt und ökologische Aufgaben verknüpft werden. Hierzu gehört das Projekt "Gärtnern mit Kindern", Naturexkursionen mit eingeschränkt gehfähigen Menschen sowie der Aufbau eines ehrenamtlichen Führungsdienstes im Nürnberger Kindermuseum. Mittlerweile sind neue Modellprojekte hinzugekommen: Im Rahmen des EU-Programms "Lernenden Regionen" (Laufzeit 2002-2006) entwickelt das ZAB Angebote an Schulen und Kindergärten im Nürnberger Stadtteil Gleißhammer. Mit ehrenamtlicher Hilfe werden vor allem Kinder mit Herkunftsnachteilen und Lernschwächen unterstützt. Im "Generationennetzwerk Umwelt" (Laufzeit 2002-2004, Auftraggeber IES Hannover, Finanzierung durch Bundesumweltstiftung) werden Menschen für generationenübergreifende Arbeit mit Kindern in der ökologischen Bildung qualifiziert. Im Rahmen des Bundesmodellprogramms EFI ("Erfahrungswissen für Initiativen") bildet das ZAB Nürnberger SeniorTrainerInnen aus (Laufzeit 2002-2006). Zudem gibt es die Beteillgung am Bundesmodellprojekt "Ehrenamt in Kitas" und dem durch die Stiftung Jugendmarke finanzierten Projekt "Familienpatenschaften" sowie die Durchführung des von der Robert-Bosch-Stiftung und anderen geförderten Projektes "Aktiv in Museen" (siehe Stichwort Praxisforschung).
Im Januar 2001 übertrug der Nürnberger Allgemeine Sozialdienst dem ZAB die Aufgabe der Organisation des Betreuten Umgangs. Die im neuen Kindschaftsrecht vorgesehene Möglichkeit eines gerichtlich angeordneten begleiteten Umgangs mit dem beim geschiedenen Partner lebenden Kind wird von Ehrenamtlichen geleistet. Das mit umfangreichen Fortbildungen ausgestattete Projekt wird von einer hauptamtlichen Sozialpädagogin koordiniert.
Die Räume des ZAB sind auch die "Heimstätte" anderer Initiativen Bürgerschaftlichen Engagements, wie des Tauschrings "Gib und Nimm." Sie befinden sich im gleichen Gebäudekomplex wie das Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement, die Kindertagesstätte MOMO und der Bereich Praxisforschung / Organisationsentwicklung des ISKA.
Seit Januar 2005 gibt es das Zentrum
Aktiver
Bürger in Fürth. Im Stadtquartier westliche Altstadt
angesiedelt, hat es die besondere Aufgabe, die durch das
Modellprogramm "Soziale Stadt" angestoßenen Prozesse der
Bewohnerbeteiligung nachhaltig zu machen. Nach einem Jahr Laufzeit
konnten zehn Projekte mit insgesamt 100 ehrenamtlichen Mitarbeitern
angestoßen werden. Vor allem gilt der Einsatz der
Bildungsunterstützung von Kindern und Jugendlichen in Kita,
Schule und im Übergang zu Lehre/Beruf. Weitere Projekte sind
u.a. Wohnberatung für Ältere oder der Aufbau eines
interkulturellen Gartens. Das ZAB Fürth ist am
Bundesmodellprojekt "generationenübergreifende
Freiwilligendienste" beteiligt.
"Empowerment und Partizipation" ist das Nachfolgeprojekt von "gemeinsam engagiert". Es wird wieder in paritätischer Trägerschaft des Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (LBE) und der Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns (AGABY) durchgeführt und durch das StMAS und das BAMF finanziert.
Für eine erfolgreiche Integrationsarbeit gilt es, die
Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Kompetenzen, das Wissen und
die Erfahrungen der Migrantenorganistionen stärker und effektiver in
die Gestaltung der Integrationsprozesse vor Ort einfließen und ihre
aktive Beteiligung als gleichberechtigte Partner gezielt unterstützt
wird.
Ziel des Projektes ist deshalb, durch Qualifizierung und Fortbildung das Engagement von Migrantenorganisationen zu unterstützen und zu professionalisieren, ihre Partizipations- und Interessenvertretungskompetenzen sowie Austausch und Vernetzung zu fördern um so ihre aktive Teilhabe am gesellschaftlichen und politischen Leben zu stärken. Gleichzeitig sollen die (hauptamtlichen) Akteure der Mehrheitsgesellschaft für die Bedeutung der Beteiligung von Migrant/innen und ihren Organisationen an den Integrationsprozessen sensibilisiert, über die notwendigen Unterstützungsmaßnahmen informiert und unterstützt werden, erfolgreiche Wege für eine gemeinsame Gestaltung der Integrationsprozesse einzuschlagen.
Das ISKA ist Projektpartner bei dem zweijährigen Projekt "Einbindung von Migrant/innen und Migrantenorganisationen in Prozesse der Stadt(teil)entwicklung und Stadtteilkommunikation" des Amtes für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg. Das Projekt ist eines von bundesweit sechs ausgewählten Modellvorhabens, die vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) im Rahmen des ExWoSt- Forschungsfeldes "Integration und Stadtteilpolitik" gefördert werden.
Ziel des Projektes ist es, in zwei ausgewählten Stadtteilen - Langwasser und Muggenhof - Modelle für die Motivierung und Unterstützung von Migrant/innen und Migrantenorganisationen zur aktiven Mitwirkung in bestehenden Kommunikations- und Beteiligungsprozessen zu entwickeln. Ergänzend sollen unter Beteiligung von Migranten(organisationen) neue Beteiligungsformate entwickelt werden, die von vornherein migrantenspezifische Interessen und Engagementformen berücksichtigen.
Als Voraussetzung für die Weiterentwicklung bestehender und den Aufbau neuer Beteiligungsformate sollen einerseits interkulturelle Öffnungsprozesse für die bestehenden Kommunikations- und Beteiligungsprozesse und die beteiligten Akteure der Mehrheitsgesellschaft (engagierte Bürger/innen, Stadtteilkoordinatoren, Stadtteilarbeitskreis, Stadtteilläden ...) initiiert werden. Andererseits sollen für Migranten(organisationen) Qualifizierungs- und Empowermentangebote konzipiert werden, um ihnen eine tatsächliche gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen. Zudem ist es notwendig, bei den Migrantenorganisationen einen Bezug zum Stadtteil herzustellen, da sie sich bisher eher auf die Gesamtstadt beziehen.
Die verschiedenen Leitlinien und Zielsetzungen der gesamtstädtischen Integrationspolitik sollen im Rahmen des Modellvorhabens auf zwei Stadtteile „heruntergebrochen“ werden, so dass stadtteilbezogene und gesamtstädtische Integrationsstrategien ineinandergreifen.
Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung.
In MOMO werden 82 Kinder betreut. Konzeptionelle Eckpfeiler sind
Unter dem Motto
"Kindertagesstätte & mehr"
versteht sich MOMO als Zentrum für die Familien, deren Kinder
ihren Platz in der Einrichtung haben. Eltern können nicht nur in
den Gruppen mitarbeiten, sie haben auch die Möglichkeit, an den
hausinternen Triple-P-Erziehungstrainings teilzunehmen. 2003/04 war
MOMO eine der Erprobungseinrichtungen zum Bayerischen Bildungs- und
Erziehungsplan. Eine hieraus resultierende veränderte Raum-,
Pädagogik- und Fortbildungskonzeption mit über das ganze
Haus verteilten "Lernwerkstätten" (zu Themen wie
Musik, Bewegung, Natur, kreatives Gestalten etc.) wird seit Anfang 2005
umgesetzt.
Im Januar 2005 nahm die Krippengruppe "MOMO-Zwerge" ihren Betrieb auf. Damit erweiterte sich das Altersspektrum von 0 bis 12 Jahren.
Fünf MOMO-Plätze werden für verhaltensauffällige Kinder im Zugangsalter von 4 bis 8 Jahren ausgewiesen. Diese werden von heilpädagogischen Fachdiensten zusätzlich betreut.
MOMO befindet sich mit dem Zentrum Aktiver Bürger (ZAB), dem Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement und dem Bereich Praxisforschung / Organisationsberatung in einem räumlichen Verbund.
Die
Kindertagesstätte MIKRO in der Vershofenstraße wurde im Juni 2007
eröffnet. Angeboten werden 50 Plätze für Kinder im
Kindergartenalter und 24 Plätze für Kinder unter drei Jahren. MIKRO ist
rund ums Jahr von Montag bis Freitag (mit Ausnahme gesetzlicher
Feiertage) zwischen 6 und 17 Uhr geöffnet und kann
zeitlich völlig flexibel genutzt werden. Besonderheit ist eine
Ausrichtung der Räume auf Bildungsthemen: In kleinen Gruppen spielen
und lernen die Kinder in "Lernwerkstätten" zu Natur/Umwelt,
Naturwissenschaften/Experimente, Zahlen/Mathematik, Medien, Sprache,
Musik, Bewegung, Kreativität. Eltern sind jederzeit - auch im
Gruppenalltag - herzlich willkommen und können an Erziehungstrainings
(TripleP) teilnehmen.
Im September 2008 übernahm das ISKA die Trägerschaft der Kindertagesstätte in der Bärenschanzstraße 10. MIO wird seither runderneuert und ausgebaut. Im Jahr 2009 wurde mit einer umfangreichen energetischen Sanierung des Hauses begonnen.
Die Schuldnerberatungsstelle des ISKA-Nürnberg berät im Auftrag der Stadt Nürnberg seit 1988 und für den Landkreis Nürnberger-Land seit 1991 kostenfrei ver- und überschuldete Bürger der Stadt und des Landkreises. Darüber hinaus können seit 1999 Verbraucher im Rahmen ihrer persönlichen Insolvenz, als anerkannte Insolvenzberatungsstelle des Landes Bayern, unterstützt und begleitet werden.
Seit Ende 2006 bietet das ISKA-Nürnberg ergänzend in den Außenstellen der ARGE Schuldnerberatung für Arbeitslosengeld II Empfänger an.
Durchführung von Mediation, insbesondere in Beziehungskonflikten, z. B. bei Konflikten in Familien, bei Trennung und Scheidung, am Arbeitsplatz, in der Schule oder in der Nachbarschaft, mit dem Ziel einer einvernehmlichen, zufriedenstellenden Ausgleichregelung durch die Beteiligten selbst.
... ist ein
transnationales Austauschprogramm für
junge Erwachsene zwischen 18 und 30 zur Förderung des Übergangs
in das Berufsleben im Großraum Nürnberg-Fürth-Erlangen.
Das
EU-Förderprogramm "ida" bietet den Rahmen für ungewohnte Anforderungen
an Sprache und zwischenmenschlichen Kontakt. Dies lenkt den Fokus auf
zentrale Fähigkeiten der menschlichen Interaktion. Eine Fähigkeit, die
häufig stark beeinträchtigt ist, aber eine
Grundlage nahezu aller beruflichen Aktivitäten bildet.
Das
Projekt birgt die Chance, den, häufig sehr von Konflikten geprägten,
Alltag in Deutschland auszublenden und in einem anderen Land ungewohnte
Erfahrungen in Praktika und Lebensumständen zu sammeln, intensiv
begleitet von Betreuern und der Gruppe.
Die Teilnehmenden berichten, dass die kurzzeitige
Loslösung aus der gewohnten Situation sie frei macht für Reflexion
ihrer Lebenssituation, für das Aufnehmen neuer und anderer Sichtweisen
und für eine (Um-)steuerung in der
Berufs- und Lebensplanung. Der erstandene EU-Pass über das
Auslandspraktikum bietet einen Vorteil in den Bewerbungen.
Das Projekt läuft von Mai 2009 bis Dezember 2012, es wird gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales, den Jobcentern Nürnberg, Nürnberger Land, Schwabach, Roth, Fürth, Fürther Land, Erlangen-Höchstadt, Forchheim, Neustadt, Landkreis Ansbach, der Optierenden Kommune Erlangen und der Arbeitsagentur Nürnberg sowie den Europäischen Sozialfonds und der Europäischen Union. Es können bis zu 11 Austauschgruppen entstehen.
Träger der Maßnahme sind MP*plus GmbH und Institut für soziale und Kulturelle Arbeit (ISKA) gemeinnützige GmbH.
Ausführliche Informationen auf der Website pas à pas.
Aktualisiert am 03.05.2012 - Startseite ▲ nach oben