
Viele Stadtkinder
verbringen ihre Kindheit in geschlossenen Räumen oder spielen
auf künstlich angelegten Flächen. Das ZAB möchte
daher, mit verschiedenen umweltpädagogischen Projekten den
Kindern neue Wege ermöglichen, eine gute Beziehung zur Natur zu
entwickeln. Die Verknüpfung von Erfahrung und Wissen der älteren
Menschen mit der Neugier der Kinder spielt hierbei eine besondere
Rolle.
Zwei Gartenprojekte des ZAB haben es sich zur Aufgabe gemacht, Naturflächen in der direkten Umgebung für Kinder zu erhalten bzw. neu zu schaffen. Vor allem die Erziehung zu umweltschonendem Umgang mit der Natur und der Schutz eines ökologisch wertvollen Gartens sind Hauptmerkmale dieser Projekte.
Ehrenamtliche Senioren/innen und engagierte
Menschen vom Nürnberger Tauschring Gib & Nimm gestalten
zusammen mit Kindern (2-12 Jahre) und Sozialpädagoginnen der
Kindertagesstätte MOMO das Freigelände der Tagesstätte
sowie einen ehemals verwilderten Garten im dichtbesiedelten
Stadtteil Gostenhof.
Nur ein paar Beispiele: Gemeinsam mit den
Kindern werden Hochbeete mit Gemüse bepflanzt, es wurden
Nistkästen aufgehängt und Komposthaufen errichtet. Im
Mittelpunkt steht immer die Naturbeobachtung: wie wird aus
Gartenabfällen Erde und was hat eigentlich der Regenwurm damit
zu tun...
Ein weiteres Gartenprojekt ist der Schulgarten an
der Scharrerschule. Eine Gruppe von Eltern, Lehrer/innen und
ehrenamtlichen Mitarbeitern des ZAB gestaltet und pflegt diesen
Garten. Die Gruppe hat ein ehemals brachliegendes und verwildertes
Grundstück in ein grünes Klassenzimmer verwandelt. Dort
werden Hochbeete von Schulklassen betreut und umweltpädagogische
Aktionen mit Schülern aus der Grund- und Hauptschule der
Scharrerschule durchgeführt.
Eine Arbeitsgruppe von Ehrenamtlichen und Schülern der Scharrerschule trifft sich regelmäßig. Die Gruppe ist rund um das Thema Natur und Umwelt aktiv: so wird zum Beispiel mit Naturmaterialien gebastelt, ein Herbarium angelegt, oder auch einfache naturwissenschaftliche Experimente mit den Kindern durchgeführt.
Unter der Überschrift
"Vom Samenkorn zur Pflanze" erarbeiten ehrenamtliche
Mitarbeiter gemeinsam mit Grundschulklassen in drei
Unterrichtseinheiten die Entwicklung vom Samenkorn zur Pflanze. Vom
Ansähen bis zu einem Besuch im Knoblauchsland, wird den Kindern
anschaulich gemacht, wie sich Pflanzen entwickeln.
Bei dem
Projekttag "Wald und Steine" werden Hortgruppen oder
Schulklassen bei einem Ausflug begleitet. Auf dieser Exkursion
erleben Kinder und Ehrenamtliche gemeinsam den Wald und untersuchen
Gesteine in einer Schlucht. Ehrenamtliche und Kinder machen dabei
immer wieder neue Entdeckungen.
Mit diesem Projekt
beteiligen wir uns am Runden Tisch "soziale Nachhaltigkeit"
der lokalen Agenda 21 der Stadt Nürnberg.
Aktualisiert am 13.03.2007 - Startseite ▲ nach oben