Begleiteter Umgang

Infolge von Scheidung oder Trennung der Eltern wachsen immer mehr Kinder nur mit einem Elternteil auf. Damit sie diese Situation besser verarbeiten können, ist es für sie besonders wichtig, dass sie weiterhin mit beiden Elternteilen, aber auch mit anderen wichtigen Bezugspersonen (z.B. Geschwistern, Großeltern, ehemalige Pflegeeltern) Kontakt haben dürfen. Als Unterstützung bei problematischen Umgangsregelungen von früheren Partnern wurde in das neue Kindschaftsrecht die Möglichkeit eines begleiteten Umgangs aufgenommen. Im ZAB werden Ehrenamtliche zur Unterstützung von Kindern eingesetzt, deren Eltern sich in einer problematischen Trennungs- oder Scheidungssituation befinden. Diese ehrenamtlichen MitarbeiterInnen sind nach einer Eingangsqualifizierung als Umgangsbegleiter tätig.

 

Eine anspruchsvolle und wichtige Aufgabe für ehrenamtliche Umgangsbegleiter

Ziel des "Begleiteten Umgangs" ist es,

Das Zentrum Aktiver Bürger hat in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Sozialdienst (ASD) und dem Jugendamt, beides Einrichtungen der Stadt Nürnberg, das Projekt "Begleiteter Umgang" aufgebaut. Seitdem kooperieren die Institutionen eng miteinander. Das Projekt bietet Kindern die Möglichkeit, den von ihnen getrennt lebenden Elternteil in einem geschützten Rahmen zu treffen.
Das ZAB setzt dazu ehrenamtliche Betreuer/innen ein, welche ihr Augenmerk auf die Bedürfnisse des Kindes während dem Kontakt mit dem Besuchselternteil richten. Eine gezielte Beobachtung des jeweiligen Umgangsbegleiters ermöglicht ein rasches Eingreifen in Situationen zur Unterstützung des Kindes. Durch eine pädagogische Fachkraft wird eine ständige fachliche Begleitung und Unterstützung der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen sichergestellt. Hierzu zählen auch immer wieder Angebote zu unterschiedlichen Themen im Rahmen einer Fortbildung.

Wir arbeiten

Verlauf und Nachhaltigkeit des Betreuten Umgangs

Seit 2001 bis Dezember 2005 wurden im ZAB 187 Fälle mit mindestens einem durchgeführten Betreuten Umgang abgewickelt. Die betroffenen Erwachsenen der 96 abgeschlossenen Fälle mit mindestens zwei durchgeführten betreuten Umgängen zwischen Anfang 2003 und Frühjahr 2005 wurden im Sommer 2005 gebeten, in einer schriftlichen Befragung zu ihrer Zufriedenheit mit der Betreuung und der Nachhaltigkeit nach Abschluss des Betreuten Umgangs Auskunft zu geben.

Die antwortenden Umgangssuchenden haben weit überwiegend eine Verbesserung ihrer Situation erfahren, wenngleich dennoch Wünsche offen bleiben mussten. Auch die meisten Umgangsgewährenden können von Verbesserungen berichten, allerdings gibt es hier einen größeren Anteil von kritischeren Erfolgseinschätzungen.
94% der Befragten würden den Betreuten Umgang weiter empfehlen.

Das Ergebnis dieser Klientenbefragung können Sie hier als PDF-Datei (0,2MB) einsehen bzw. herunterladen.

Die Konzeption des Betreuten Umgangs können Sie hier als PDF-Datei (1,9MB) einsehen bzw. herunterladen.

Aktualisiert am 18.11.10 - Startseite           ▲ nach oben