Familienpatenschaften

Familien leben in komplexen Bezügen, die ein hohes Maß an Organisation und Flexibilität erfordern. Oft zeigt sich die schwierige Alltagssituation von Familien darin, dass keine ausreichenden Entlastungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Dies geht von der einfachen Gelegenheit, mal alleine und ohne Kinder einkaufen und ins Kino gehen zu können bis hin zum eigenen Haushalt, in dem vor allem Frauen mehrfach belastet sind. Zur Betreuung und Erziehung der Kinder kommt womöglich noch die Pflege von Angehörigen. Folge dieser Mehrfachbelastung ist eine zunehmende soziale Isolation, die zu einer Überbeanspruchung der Familien führen kann. Professionelle Familienhilfe- und Unterstützungsnetze können eine entscheidende Dimension innerhalb der Familie nicht bearbeiten: die der ganz einfachen alltäglichen Entlastungen.
Hier setzt das Projekt Familienpatenschaften an.

 

Familienpatenschaften unterstützen flexibel, vor allem sind sie Vertrauenspersonen

Das ZAB setzt zur Unterstützung von Familien ehrenamtliche Familienpaten ein, die durch eine hauptamtliche Sozialpädagogin qualifiziert und begleitet werden. Die derzeit aktiven Familienpaten engagieren sich hauptsächlich in den Bereichen Kinderbetreuung und Kinderpflege, Hausaufgabenbetreuung und Einzelförderung, Stabilisierung der Wohn- bzw. Finanzsituation, Unterstützung bei Behördengängen und Ämterangelegenheiten sowie als Ansprechpartner und Vertrauensperson für viele verschiedene Belange und Sorgen des alltäglichen Lebens.
Ein Familienpate begleitet die Familie solange, wie es von beiden Seiten gewünscht wird. Die Art der Unterstützung, der zeitliche, Ablauf, der Einsatzort etc. werden beim persönlichen Erstkontakt individuell aufeinander abgestimmt.

Das Angebot richtet sich an Familien, die keine Partner, Freunde oder Familienangehörige haben, die ihnen helfen.
Familien, die Interesse an einer Familienpatenschaft haben, können über den Allgemeinen Sozialdienst (ASD) der Stadt Nürnberg, andere Fachdienste die mit Familien arbeiten oder direkt mit dem Zentrum Aktiver Bürger einen Erstkontakt herstellen.

Ziele, Schwerpunkte, Kooperationen

Seit dem 1. September 2005 wird das Modellprojekt Familienpatenschaften in Nürnberg durch die Stiftung Deutsche Jugendmarke gefördert. Ziel ist es, das in der Vorlaufphase (August 2003 bis 2005) innerhalb des Bündnis für Familie entwickelte Projekt zu erweitern und hinsichtlich der Unterstützungsformen und der Zielgruppen zu differenzieren. Das Angebot der Familienpatenschaften soll insbesondere Familien mit Mehrfachbelastung, Familien mit chronisch kranken oder Kindern mit Behinderungen bzw. mit pflegebedürftigen Angehörigen zugute kommen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Unterstützung von Familien mit Migrationshintergrund. Beim Aufbau weiterer Familienpatenschaften spielt der Aspekt des sozialen Nahraums eine besondere Rolle. Seit Mai 2006 besteht die Verbindung zu ZAB-Lokal, im Stadtteil Langwasser und wir kooperieren bereits erfolgreich mit ZAB- Fürth, mit dem Mütterzentrum und der Erziehungsberatungsstelle.

Ziel ist es, mit Hilfe des Bürgerschaftlichen Engagements ein niedrigschwelliges Angebot zu installieren und nachbarschaftliche Netze zu knüpfen, wo sie nicht selbstverständlich vorhanden sind.

Das Konzept des Modellprojektes "Familienpatenschaften" können Sie hier als PDF-Datei (0,1MB) einsehen bzw. herunterladen, ebenso die Dokumentation nach zwei Jahren Modelllaufzeit als pdf-Datei (1MB).

Hier sehen Sie den Abschlussbericht und den Bericht der wissenschaftlichen Begleitung  zum Modellprojekt Familienpatenschaften vom 01.09.2005 - 31.08.2008 jeweils als PDF-Datei (1 MB bzw. 12 MB)

Das Projekt Familienpatenschaften wurde entwickelt und wird unterstützt von:

       

Aktualisiert am 05.08.2009 - Startseite           ▲ nach oben