Mit dem gestifteten
Werkzeuganhänger geht's zum Einsatz in Langwasser
Im ZAB-Lokal Langwasser gibt es seit der Eröffnung im
Herbst 2006 "ZAB-Mobil", eine mobile Handwerkergruppe für
Kleinreparaturen in Kindertagesstätten und bei bedürftigen
Privatpersonen. Oft führen kleine, unerledigte Reparaturen zu
großen Problemen, wenn z.B. eine allein erziehende Mutter einen
Schrank nicht aufbauen oder eine ältere Dame ihre neue
Gardinenstange nicht selbst an die Decke montieren kann. In solchen
Fällen hilft ZAB-Mobil.
Die Idee, eine mobile Handwerkergruppe einzurichten, entstand durch Informationen von Familienpaten aber auch über Anfragen an den in Langwasser angesiedelten Allgemeinen Sozialdienst (ASD). Beide berichteten von finanziell weniger gut ausgestatteten Familien, die nach handwerklicher Hilfe fragten. Auch in Kindertagesstätten besteht Bedarf an verschiedenen Handwerksarbeiten und kleineren Reparaturen aller Art.
Bei den privaten Einsätzen der mobilen Handwerker wurde deutlich, dass zur handwerklichen Unterstützung oft auch ein "offenes Ohr" für die Sorgen und Nöte der "Kunden" gefragt ist. Einfach mal zuhören oder nur ein Gespräch führen gehört deshalb genauso zum Einsatz wie die "Hilfe zur Selbsthilfe", wobei die Handwerker die Durchführung einfacher Reparaturen erklären.
Zur Zeit besteht das Team aus fünf
ehrenamtlichen Mitarbeitern, ambitionierten Hobbyhandwerkern und
Profis. Wer noch mitarbeiten möchte ist herzlich
willkommen.
Bitte melden Sie sich im ZAB-Langwasser bei
Ute
Zimmer oder Roland Reichert
Tel.: 0911 / 988 60 05
Ende 1997 trafen sich zum ersten Mal einige Gleichgesinnte im ZAB um mit ihren im Berufsleben erworbenen Fähigkeiten anderen zu helfen und gleichzeitig das eigene Leben mit neuen Erfahrungen zu bereichern. Aus diesen, später regelmäßigen Treffen, entstand die Handwerkergruppe "Praktikus".

Neben zwei pensionierten Schreinermeistern engagieren sich
ambitionierte Laien und Hobbyhandwerker in dieser Gruppe. "Praktikus"
arbeitet für gemeinnützige Einrichtungen aus dem Kultur-
und Sozialbereich, zum Beispiel für Kindergärten, Schulen,
Museen und Seniorenheime. Es entstehen in Teamarbeit individuelle
Einrichtungen und Gegenstände für den Innen- und
Außenbereich. So fertigte die Handwerkergruppe unter anderem
für Kindergärten Wasserspielbauten, Kletterpfähle und
kindgerechte Garderoben, für ein Altenheim Hochbeete für
Rollstuhlfahrer und für das Naturhistorische Museum Nürnberg
einige Ausstellungsstücke. Holz ist bei den Aufträgen
aufgrund der vorhandenen Möglichkeiten der bevorzugte Werkstoff.
Nach Abklärung der jeweiligen Maßnahme kann mit den Arbeiten begonnen werden. Die Materialkosten werden vom Auftraggeber getragen. Die Handwerker selbst erhalten für ihren Einsatz vom "Kunden" eine Aufwandsentschädigung in Form eines festgelegten Tagessatzes und einer Werkzeugpauschale. Diese Einnahmen fließen in einen gemeinsamen Topf und werden hauptsächlich für die Ergänzung und Instandhaltung der Werkstatteinrichtung verwendet. Dank der Vielfalt der Auftraggeber und der damit verbundenen "Mund-Propaganda" sind die "Auftragsbücher" der Handwerkergruppe meist gut gefüllt. Die Planung und Vorbereitung der "Werke" und die Montage vor Ort führen oft zu interessanten Begegnungen unterschiedlichster Charaktere in allen Altersgruppen. Auch führt die Kombination aus körperlicher Tätigkeit verbunden mit dem Gedanken etwas Gutes zu tun, zur Zufriedenheit aller Beteiligten.
Aktualisiert am 12.03.2007 - Startseite ▲ nach oben