
Die Stadtteile, die neben der weithin berühmten
Nürnberger Innenstadt oft etwas unterbewertet erscheinen, sind
Lebens- und Arbeitsmittelpunkt für viele Menschen. Deshalb wollten wir das Stadtteilleben in seinen verschiedenen Facetten
darstellen und mit vielen Bewohnern über "ihren"
Stadtteil ins Gespräch kommen, ihn aber auch historisch und
aktuell betrachten.
Gemeinsam mit "Geschichte Für Alle e.V. - Institut für Regionalgeschichte" (GFA) und den Nürnberger Kulturläden erarbeiteten die ehrenamtlichen Geschichtsforscher des ZAB von 1999 bis 2002 Stadtteilgeschichte(n). Diese wurden sowohl als kleine Ausstellungen als auch in Broschürenform präsentiert. Die Historiker von GFA begleiteten professionell jedes Stadtteilprojekt und garantierten somit dessen fachliche Sorgfalt. Die Ausstellungstafeln und die aufwändig gestalteten Begleitbroschüren (sie sind über den Buchhandel erhältlich) wurden von den Ehrenamtlichen der Geschichtsgruppe selbst erstellt. Für das aktuelle Fotomaterial dieses Projekts sorgte der Fotograf der Gruppe. Für das Stadtteil-Projekt wurden Ziegelstein - Erlenstegen/St. Jobst - Gleißhammer - Langwasser und St. Leonhard/Schweinau ausgewählt.
So befasste sich die Gruppe in Ziegelstein mit dem Vereinsleben, in St. Jobst/Erlenstegen mit der Wohnsituation zwischen Villa, Altenheim und Mietwohnung, in Gleißhammer mit der Veränderung des Stadtteils und in Langwasser mit dem "Heimischwerden". Am 1. Februar 2002 eröffnete die Ausstellung "St. Leonhard und Schweinau - mehr als Schlachthof und Gaswerk" in der "Villa Leon" und beendete die für die Geschichtsgruppe sehr erfolgreiche Reihe der Stadtteilgeschichte(n).
"Grabe wo du stehst"
- Unter diesem Motto begann die Gruppe im Frühjahr 2002
mit den Nachforschungen in der Geschichte der Gostenhofer Hauptstraße
und leitete eine neue Projektreihe ein: "Nürnberger
Straßengeschichte(n)". Mit dem Titel "Vom
Hesperidengarten zur multikulturellen Meile - die bewegte
Geschichte der Gostenhofer Hauptstraße" war dann vom 23.
November bis Ende 2003 eine Ausstellung in der "Villa Leon"
zu besuchen.

Die Nummer 2 der
Straßengeschichte(n) befasste sich mit der "Lebensader der
Südstadt", der Verbindung von Landgrabenstraße,
Wölckern-, Schweigger- und Harsdörfferstraße.
Ausstellungseröffnung und Vorstellung der Begleitbroschüre
fanden diesmal in einem Zelt auf dem Südstadtfest (1.-3. Juli
2005) statt. Die Ausstellung wanderte danach in den "Kultur- und
Seniorentreff Bleiweiß", Hintere Bleiweißstr. 15, wo
sie bis zum 22. Juli zu sehen war.
Als krönender Abschluss
diente unsere Broschüre als Grundlage und "roter Faden”
einer Themenfahrt der "Freunde der Nürnberg-Fürther
Straßenbahn e.V." im September 2005, wobei im hinteren
Wagen die Ausstellung mitgezogen wurde.
Aktualisiert am 07.02.2011 - Startseite ▲ nach oben