Start-up des Monats: Aelius Förderwerk
Das Team von Aelius Förderwerk. (Foto: Tanja Elm)
02.11.2026 - Jeden Monat stellen wir ein Social Start-up vor, das bei ANDERS GRÜNDEN Unterstützung erhält. Diesen Monat ist es das Aelius Förderwerk – eine gemeinnützige Initiative, die sich bundesweit für mehr Bildungsgerechtigkeit einsetzt.
Mit einem kostenfreien Förderprogramm unterstützt Aelius Förderwerk Jugendliche aus bildungsbenachteiligten Familien dabei, ihren Bildungsweg selbstbestimmt zu gestalten. Dabei erwartet sie eine Mischung aus individuellem Mentoring, Workshops und persönlicher Studien- und Berufsorientierung. Hinter Aelius steht ein junges, divers aufgestelltes Team aus aktuell 8 hauptamtlichen Mitarbeitenden und mehr als 150 Ehrenamtlichen. Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, dass die soziale Herkunft nicht über die Zukunft junger Menschen entscheidet.
Bildungschancen unabhängig von der Herkunft
In Deutschland hängt der Bildungserfolg noch immer stark vom Elternhaus ab. Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien oder Nicht-Akademiker-Haushalten fehlen häufig zentrale Ressourcen: wichtige Netzwerke, finanzielle Möglichkeiten und persönliche Orientierung. Genau hier setzt das Aelius Förderwerk mit seinen kostenlosen Angeboten an.
Ein gut durchdachtes Förderprogramm für Jugendliche
Mit seinem ganzheitlichen Förderprogramm begleitet Aelius Jugendliche auf ihrem Bildungsweg. Pädagogische Fachkräfte und geschulte ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren stehen ihnen bei Fragen rund um Schule, Studium und Berufswahl zur Seite. Ergänzend vermitteln interaktive Workshops wichtige Schlüsselkompetenzen. Dazu nehmen sie an Exkursionen zu Unternehmen und Hochschulen teil. Sie vermitteln neue Einblicke, schaffen Vorbilder und eröffnen Perspektiven, die vielen Jugendlichen sonst möglicherweise verborgen bleiben.
Aus eigener Erfahrung gegründet
Die Idee für Aelius entstand 2017 aus persönlichen Erfahrungen einer Gruppe von Studierenden. Sie hatten selbst erlebt, dass sie auf ihrem Weg ins Studium deutlich mehr Hürden überwinden mussten als viele ihrer Kommilitoninnen und Kommilitonen. Gleichzeitig stellten sie fest, dass es zwar wertvolle Stipendienprogramme gibt, doch Unterstützungsangebote während der Schulzeit fehlen häufig.
Die Mission: Frühzeitige Unterstützung ermöglichen
Für die Gründenden war deshalb klar: Je früher Kinder und Jugendliche Unterstützung erhalten, desto größer können die positiven Auswirkungen auf ihren weiteren Bildungsweg sein. Aus dieser Überzeugung entwickelte sich das bundesweite Förderkonzept von Aelius. Und das wird bis heute kontinuierlich weiterentwickelt und an regionale Gegebenheiten angepasst.
Neben den teilnehmenden Jugendlichen profitieren auch die ehrenamtlich Engagierten. Sie können ihre eigenen Stärken einbringen, neue Erfahrungen sammeln und erleben, wie gesellschaftliches Engagement Selbstwirksamkeit und Zusammenhalt fördern kann.
Bundesweit wachsen und vor Ort wirken
Mittlerweile erreicht Aelius Jugendliche in ganz Deutschland. Da eine nachhaltige Begleitung persönliche Ansprechpersonen vor Ort voraussetzt, baut das Förderwerk schrittweise regionale Anlaufstellen auf. Mit Standorten in Bayern und Thüringen ist dafür bereits ein wichtiges Fundament entstanden.
In Zukunft möchte das Förderwerk insbesondere auch strukturschwache Regionen erreichen. Das langfristige Ziel: in jedem Bundesland vertreten zu sein und junge Menschen genau dort zu unterstützen, wo familiäre, schulische oder staatliche Strukturen an ihre Grenzen stoßen. Eine der größten Herausforderungen bleibt dabei die langfristige Finanzierung des Förderprogramms.
Unterstützung durch ANDERS GRÜNDEN
Auf dem Weg der Weiterentwicklung wird Aelius Förderwerk auch von ANDERS GRÜNDEN begleitet. Besonders das Accelerator-Programm bietet den beiden teilnehmenden Mitgliedern des Vorstands vielfältige Möglichkeiten. In diesem Rahmen können sie sich weiterbilden und neue Impulse zu den Themen Wirkung, Finanzierung und Leadership für die Arbeit des Förderwerks mitnehmen.