Beratungsstelle

Dirk Geldermann, Mitarbeiter der Beratungsstelle, im Gespräch mit einem Betroffenen. (Situation nachgestellt, Foto: Tanja Elm)

Seit dem 15.11.2019 gibt es beim Institut für Soziale und Kulturelle Arbeit (ISKA) in Nürnberg die Beratungsstelle Häusliche Gewalt gegen Männer - eine Anlaufstelle für Betroffene in Nordbayern.

Häusliche Gewalt hat viele Formen und kann in allen Beziehungsformen und gesellschaftlichen Kontexten vorfallen und jeden treffen. Dass auch Männer Opfer von Häuslicher Gewalt werden, ist vielen Menschen gar nicht bewusst.

Häusliche Gewalt betrifft auch Männer

Doch ca. 20 % der Anzeigen gegen Häusliche Gewalt bei der Polizei werden von betroffenen Männern gestellt. Und es ist davon auszugehen, dass es eine hohe Dunkelziffer gibt, denn viele Betroffene erstatten gar keine Anzeige, denn Häusliche Gewalt an Männern ist noch immer gesellschaftlich stark tabuisiert.

Gerade für Männer ist es oft ein schwieriger erster Schritt, sich Hilfe zu holen. Dabei ist jedes fünfte Opfer von Häuslicher Gewalt männlich. Männer können in Partnerschaften betroffen sein, aber auch auch als Väter (erwachsener) Kinder oder als (erwachsene) Söhne können sie Gewalt erfahren.

Spezielle Beratung und Unterstützung

Darum bietet die Beratungsstelle spezielle Unterstützung für betroffene Männer aus Nordbayern. Wir sind für alle Menschen, die sich männlich identifizieren (z.B. cis, trans oder queer), eine diskriminiserungsfreie und offene Anlaufstelle bei erlebter häuslicher Gewalt.

In Einzelgesprächen werden Lösungen und Wege aus der Gewalt erarbeitet. Auch Telefonberatung ist möglich, falls der Weg in die Beratungsstelle zu weit ist. Die Beratung ist kostenfrei.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf

Die Beratungsstelle ist in der Regel werktags von 9:30 Uhr bis 15 Uhr besetzt. Gerne dürfen Sie auch eine Mail schreiben oder eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen. Wir werden uns zeitnah melden. Bitte beachten Sie, dass eine persönliche Beratung nur nach vorheriger Terminabsprache stattfinden kann.

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Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.