Zahlen und Fakten
Überblick über die lokalen Netzwerke im Einzugsgebiet der Beratungsstelle. (Foto: Philipp Schmuck)
Im Jahr 2025 lag der Schwerpunkt weiterhin auf unserer Arbeit der
Einzelberatung von betroffenen Männern. Mit der neuen
Projektstelle in Unterfranken kann die Arbeit dort nun vertieft
und die Versorgung verbessert werden.
Es zeigt sich, dass die Nachfrage nach Beratung mit steigender Bekanntheit und wachsenden Netzwerken stetig steigt. Diese erhöhte Nachfrage ist bereits seit Bestehen der Beratungsstelle festzustellen und ein Abflachen der Kurve ist nicht erkennbar. Gerade auch in der Schulung von Polizeidienststellen und dem dortigen Bekanntmachen unserer Bratungsangebote wirkt ein großer Hebel.
Individuelle Beratung für betroffene Männer
Männer, die häusliche Gewalt erleben, erhalten bei uns professionelle Unterstützung, um ihre Erfahrungen zu verarbeiten und Wege aus der Gewalt zu finden. Die Beratung kann persönlich, telefonisch oder per Videotelefonie erfolgen – flexibel und vertraulich.
Beratung an sieben Standorten in Nordbayern
Auch 2025 war unser Ziel, betroffenen Männern im gesamten Einzugsgebiet eine niedrigschwellige Unterstützung anzubieten. Weiterhin waren wir in Nürnberg, Würzburg, Bayreuth, Hof, Fürth und Aschaffenburg präsent.
In 2025 legten wir ein besonderes Augenmerk auf die Beratung und den Aufbau der Beratungsstelle BHGM- Unterfranken in Zusammenarbeit mit der dortigen Mitarbeiterin Carolin Wild. Unter dem Dach des ISKA wurde sie ausschließlich für den Bereich Unterfranken eingestellt, um dort gezielt Männer zu beraten, über das Angebot zu informieren und Netzwerke auszubauen. Wir begrüßen sie herzlich in unserem Team. Schon nach wenigen Monaten konnten die Beratungszahlen im Gebiet Unterfranken gesteigert werden, was die Hypothese untermauert, dass die Betroffenen den Weg in die Beratung finden, sobald das Angebot erst einmal bekannt ist.
Michael Grodd konnte die Beratung und Vernetzung in Neumarkt und Amberg in der Oberpfalz weiter vertiefen und dort in vielen neuen Netzwerken Kontakte knüpfen. Auch hier wird das Angebot zunehmend besser angenommen. Damit ermöglichen wir nun stetig Beratungen in allen Regierungsbezirken Nordbayerns, können unsere Angebote verbessern und in regionale Strukturen einbinden.
Steigende Fallzahlen durch verstärkte Netzwerkarbeit
Die weiterhin steigenden Beratungszahlen im Jahr 2025 zeigen deutlich: Nur durch aktive Präsenz vor Ort, mediale Aufmerksamkeit sowie den öffentlichen Diskurs werden betroffene Männer erreicht. Wir beobachten seit Jahren einen direkten Zusammenhang zwischen intensiver Netzwerkarbeit, medialer Berichterstattung (z.B. Zeitungsberichte) und der steigenden Inanspruchnahme unserer Angebote. Der personelle Ausbau unseres Teams hat es uns ermöglicht, auch die Netzwerkarbeit in Oberfranken gezielt auszubauen und neue Fachkreise zu erreichen.
Fachtag im Herbst 2025 gemeinsam mit der Männerschutzwohnung Riposo
Besondere Aufmerksamkeit konnten wir duch unseren Fachtag im Herbst in den Räumen des KOLEO erzeugen. Neben Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König durften wir Frau Becker vom Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales begrüßen. David Schäfer - Leiter der Männerschutzwohnung - und Philipp Schmuck gaben Einblicke in die Arbeit der letzten fünf Jahre. Spannende Fachvorträge von Professor Dr. Ralf Puchert und Dr. Dominik Kling rundeten das Programm ab. Durch den Tag führte Theresa Severloh.