Zahlen und Fakten

Zu sehen ist eine Grafik zur prozentualen Aufteilung der Angebote der Familienpatenschaften: 69% Alltag, 17% Rund um die Geburt, 14% Kinder seelisch erkrankter Eltern.

Die Familienpatenschaften haben verschiedene Schwerpunkte, den größten Anteil bilden die Alltagspatenschaften (Grafik: ISKA)

Hier finden Sie interessante statistische Aussagen, Zahlen und Fakten rund um unsere Familienpatenschaften. 2025 wurden insgesamt 106 Familien betreut, davon konnten innerhalb des Jahres 48 Patenschaften mit 86 Kindern umgesetzt und aktiv begleitet werden.

Familienpatenschaften bieten eine wertvolle Unterstützung für Eltern, indem ehrenamtliche Patinnen und Paten Zeit mit den Kindern verbringen und so den Eltern im Alltag Entlastung verschaffen. Sie begleiten die Familien in besonderen Lebenssituationen, wie zum Beispiel rund um die Geburt, und schaffen Freiräume durch gemeinsame Aktivitäten mit den Kindern. Auf diese Weise helfen sie, den Familienalltag leichter zu gestalten.

106 Familien im Jahr 2025

Insgesamt wurden 106 Familien vom Projektteam betreut - 69 im Bereich Familienpatenschaften im Alltag (Fampa) und 37 im Bereich Familienpatenschaften Frühe Hilfen (Fampa FH).

Darunter fallen nicht nur Familien in einer laufenden Patenschaft, sondern auch alle Familien, die zum Zeitpunkt der Anfrage die nötigen Voraussetzungen für eine Patenschaft erfüllten und auf der Anfragenliste stehen oder standen. Hinzu kommen Familien, für die eine Familienpatenschaft zum Zeitpunkt der Anfrage nicht das richtige Angebot war und die an andere Fachstellen weitervermittelt wurden.

48 Familienpatenschaften 2025

48 laufende Patenschaften konnten 2025 umgesetzt und aktiv begleitet werden - 33 im Bereich Familienpatenschaften im Alltag und 15 im Bereich Frühe Hilfen. Die 15 Fälle im Bereich Frühe Hilfen gliederten sich wiederum in 7 Fälle im Schwerpunkt rund um die Geburt  sowie 8 Fälle im Schwerpunkt Kinder seelisch erkrankter Eltern.

Insgesamt profitierten im letzten Jahr 86 Kinder von Familienpatenschaften (Fampa: 63: Fampa FH: 23).

Ein Vermittlungsprozess dauert bis zu sechs Monate

Familienpatenschaften aufzubauen und zu begleiten, ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Zunächst gilt es einzuschätzen, ob eine Patenschaft für interessierte Freiwillige sowie für Familien das richtige Angebot darstellt. Die Auswahl, Vorbereitung und Zusammenführung von Freiwilligen und Familien verlangt ein sorgfältiges und umsichtiges Vorgehen, um eine erfolgreiche Patenschaft zu konstituieren und nicht womöglich zusätzlich zu belasten. Für den Aufbau neuer Familienpatenschaften wurde ein intensiver Matchingprozess entwickelt. Die Zeit für einen begleiteten Vermittlungsprozess liegt zwischen vier Wochen und sechs Monaten.

66 ehrenamtliche Patinnen und Paten 2025

Im Jahr 2025 engagierten sich bei den Familienpatenschaften 66 Freiwillige, davon acht Paare. Im Laufe des Jahres schieden 8 Ehrenamtliche aus. 15 Ehrenamtliche wurden neu dazugewonnen.

Regelmäßige Austauschteffen als Anerkennung

Es haben im Jahr 2025 ein Patenschaftsausflug, eine Winteraktion und zwei Austauschtreffen stattgefunden. Sowohl am Patenschaftsausflug als auch an der Winteraktion nahmen die Familienpat/innen gemeinsam mit ihren Patenkindern teil. Da die Freiwilligen größtenteils selbstständig innerhalb der Patenschaft agieren, bietet sich bei den gemeinsamen Veranstaltungen eine gute Möglichkeit für einen lockeren Austausch über Erfahrungen und Fragen zwischen den Ehrenamtlichen und den hauptamtlichen Ansprechpersonen. Zudem können die Freiwilligen so untereinander über ihre Patenschaften ins Gespräch kommen.

Die verschiedenen Ausflüge und Austauschtreffen sind ein wichtiger Teil unserer Anerkennungskultur. Mit der Einladung zu den Veranstaltungen möchte sich das Projektteam für das Engagement der Freiwilligen bedanken.

Fortbildungsangebot für Freiwillige

Die Familienpatinnen und -paten haben die Möglichkeit, an verschiedenen Fortbildungen teilzunehmen. 2025 standen folgende Angebote zur Verfügung:

  • Abschied und Beendigung einer Familienpatenschaft
  • Schulung zum Datenschutz
  • Workshop zum Thema „Resilienz im Ehrenamt“
  • Kinderschutz und Rollenklärung / Nähe und Distanz

Zudem erhielten alle Familienpat/innen die Möglichkeit, sich an insgesamt 15 diversen Veranstaltungen (Jahresfortbildungsprogramm 2025) des Zentrums Aktiver Bürger und des Freiwilligen-Zentrums Fürth zu beteiligen. Das Fortbildungsspektrum reichte von der Lese- bzw.  pädagogischen Sprachförderung bis zum Erlernen von gewaltfreier Kommunikation.

Vernetzung und Weiterbildung des hauptamtlichen Teams

Das Projekt Familienpatenschaften im Alltag ist durch regelmäßige Netzwerktreffen am Bündnis für Familie angebunden. Außerdem nahm die hauptamtliche Fachkraft regelmäßig am Arbeitskreis Frühe Hilfen teil und hospitierte einen Tag lang in der Koordinierenden Kinderschutzstelle der Stadt Nürnberg (KoKi).

Neu hinzu kam die Teilnahme und Vorstellung von Familienpatenschaften und Frühe Hilfen beim Regionalen Arbeitskreis (Nbg. West)-Kitas-Gs-Horte Gostenhof. Stadtteile: Gostenhof, Muggenhof, Eberhardshof, Schniegling und Johannis.

Des Weiteren fand die Kontaktaufnahme und ein Kooperationsgespräch mit der Jugendarbeit an Schulen (JaS) an der Uhlandschule Nürnberg statt.

Zudem besuchten die Hauptamtlichen von Familienpatenschaften alle Regionalabteilungen des Allgemeinen Sozialdienstes (ASD) des Jugendamts Nürnberg und eröffneten das Angebot einer Zusammenarbeit.

Die Teilnahme und Vernetzung im Rahmen der Arbeitskreise und Teams ermöglicht verschiedenen Einrichtungen und Trägern, ihre Projekte mit ähnlichen Schwerpunkten vorzustellen, aufeinander abzustimmen und Kooperationen auszuloten.

Öffentlichkeitsarbeit

Im Jahr 2025 wurde das Projekt Familienpatenschaften durch verschiedene Öffentlichkeitsmaßnahmen weiter gestärkt. Auf der Freiwilligenmesse in Nürnberg waren wir mit einem Infostand vertreten, um das Projekt bekannt zu machen und neue Interessierte zu gewinnen.

Darüber hinaus  nahmen die hauptamtlichen Fachkräfte am "Offenen Forum für Familie des Bündnis für Familie - Familie ist bunt - Vielfalt der Familienformen" und an der Nürnberger Inklusionskonferenz teil.

Als zusätzliche Maßnahme wurden in verschiedenen Einrichtungen Postkarten und Flyer der Familienpatenschaften ausgelegt.