Zahlen und Fakten
Grafik: Verteilung der Familien auf die verschiedenen Angebote der Fachstelle im Jahr 2025.
Auf dieser Seite finden Sie Zahlen und Fakten rund um die Fachstelle Umgangskontakte. Im Jahr 2025 nahmen 130 Familien mit Kindern im Alter von weniger als einem Jahr bis 18 Jahren die Angebote der Fachstelle in Anspruch. Beim Begleiteten Umgang wurden 50 % der Fälle gerichtlich angewiesen, bei 23% der Fälle fanden parallel familiengerichtliche Verfahren statt. 30 Freiwillige unterstützten die Angebote vor Ort.
Die Fachstelle Umgangskontakte bietet spezielle Hilfsangebote für Eltern und Kinder in schwierigen Trennungssituationen an. Dabei geht es um die Ausgestaltung des Umgangs mit dem getrennt lebenden Elternteil. Auch im Jahr 2025 blieb die Nachfrage nach den Angeboten der Fachstelle anhaltend hoch, insbesondere beim Begleiteten Umgang und dem Auf Dauer Begleiteten Umgang. Dafür mussten sogar Wartelisten geführt werden.
30 vollständig abgeschlossene Fälle
Insgesamt wurden im Verlauf des Jahres 2025 beim Begleiteten Umgang 75 Fälle bearbeitet. 27 Fälle sind über den Jahreswechsel noch in Bearbeitung, weshalb noch keine statistischen Informationen dazu vorliegen.
Die folgenden Zahlen beziehen sich auf die 30 Fälle, bei denen ein Begleiteter Umgang umgesetzt und im vergangenen Jahr beendet wurde: 21 dieser Familien hatten ein Kind, 9 Familien nutzten das Angebot mit zwei oder mehr Kindern. In 50 % wurde der Begleitete Umgang aufgrund einer gerichtlichen Weisung durchgeführt. Bei weiteren 21 % der Fälle lief parallel zum Begleiteten Umgang ein familiengerichtliches Verfahren.
42 Kinder zwischen unter einem Jahr und 11 Jahren im Begleiteten Umgang
Der Begleitete Umgang konnte für insgesamt 42 Kinder angeboten werden und wurde dem Kindesalter entsprechend umgesetzt. So konnten die jüngsten Kinder (unter einem Jahr) den umgangsberechtigten Elternteil in der Kinderkrippe treffen, während die älteren Kinder (bis ca. 11 Jahre) die Räumlichkeiten vom ISKA nutzten. Der Großteil der Kinder war im Grundschulalter.Weiterentwicklung und Anpassung der Angebote
Neben den bewährten Angeboten des (auf Dauer) Begleiteten Umgangs und der begleiteten Übergabe reflektiert die Fachstelle kontinuierlich ihre Angebote und entwickelt diese mit Blick auf den aktuellen Bedarf weiter. So ist während der Coronapandemie z. B. der Online Begleitete Umgang entstanden. Drei Familien nutzten im letzten Jahr die Iska-Cloud für elterliche Kommunikation, begleitete Videotelefonate und für selbstständig organisierte Kontakte.
Arbeit mit ehrenamtlichen Umgangsbegleiter/innen
Im Laufe des Jahres waren...
- 17 Ehrenamtliche beim Begleiteten Umgang,
- 4 beim Auf Dauer Begleiteten Umgang bzw. bei der Begleiteten Übergabe
- und 7 bei mehr als zwei Angeboten aktiv.
Beim Begleiteten Umgang waren die Ehrenamtlichen insgesamt 553,5 Stunden im Einsatz, davon
- 461,75 Stunden bei den begleiteten Umgangskontakten sowie
- 70,75 Stunden beim Kennenlernen der Kinder bzw. bei den Elterngesprächen.
- In besonders komplexen Fällen, die den normalen Rahmen für den BU übersteigen, war ein zusätzlicher Austausch zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen erforderlich. Die Zeit hierfür betrug ca. 21 Stunden.
Aufgrund des hohen Bedarfs sucht die Fachstelle Umgangskontakte erneut Freiwillige, die sich engagieren möchten. Leider haben einige im letzten Jahr alters- bzw. berufsbedingt ihr Engagement beendet. Wir danken ihnen allen für die gute Zusammenarbeit!
Anerkennung für die Freiwilligen
Die Fachstelle Umgangskontakte freute sich sehr über das ehrenamtliche Engagement der Freiwilligen. Zum Dank wurden im Jahr 2025 verschiedene gemeinsame Aktivitäten für die Freiwilligen angeboten:
- Kollegiale Beratung mit interessierten Ehrenamtlichen
- zwei gemeinsame Fortbildungen mit dem ZAB zu den Themen "Borderline besser verstehen" (Borderline-Trialog) und "Kultursensible Begegnung gestalten" (Internationaler Bund)
- Gemeinsamer Weihnachtsumtrunk zum Jahresabschluss mit den ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter/innen der Fachstelle.