Gegenseitig Freude bereiten

Freiwilligen-Portrait: Marianne Ulrich

 

Einmal pro Woche spielt Marianne Ulrichs Korb eine wichtige Rolle, denn neben Keksen, Limonade und Bastelzubehör bringt sie immer einen Korb voller Ideen mit. Damit macht sie sich auf ins Waldheim Sonnenland. Dort wurde sie über das Freiwilligen Zentrum Fürth vermittelt und ist mit einer Gruppe künstlerisch aktiv. Dabei kommen unterschiedliche Materialien zum Einsatz, mal wird gezeichnet, dann genäht oder modelliert. Alles was Spaß macht, wird ausprobiert. Alle genießen die gemeinsame kreative Zeit, die von Musik und schönen Gesprächen begleitet wird.

Künstlerisch begabt war Marianne Ulrich schon immer. Diese Freude und Begeisterung hat die heute 67-Jährige auch nie verloren, was man ganz deutlich daran merkt, wie sie davon erzählt.
Ihr beruflicher Weg ging nach der Schule aber erst in eine andere Richtung. Da Interesse und Faszination für Chemie ebenfalls sehr ausgeprägt waren, begann sie eine Ausbildung in diesem Bereich. Manchmal jedoch kommt alles ein bisschen anders und so zog es Marianne Ulrich nach der Geburt ihres ersten Kindes immer mehr zurück zur Kunst. Und die Leidenschaft wurde letztlich immer mehr zum Beruf.

Ob Puppen, Figuren oder Skizzen – ihre Werke stellte Marianne Ulrich in verschiedenen Ausstellungen in der Region vor. Zudem eröffnete sie auch Puppenläden im Nürnberger Handwerkerhof und später am Trödelmarkt sowie eine Puppenwerkstatt in Fürth.
Nach vielen Jahren des künstlerischen Schaffens, kam sie 2008 zufällig an das damaligen Büro des FZF vorbei. Und aus einem netten Gespräch entstand dann die Idee, Kurse für andere anzubieten. Der Kontakt zum Waldheim Sonnenland wurde hergestellt und seit mehr als fünf Jahren engagiert sich Ulrich dort mit viel Freude.

Neben gebastelten Handpuppen hat sie bereits Katzen und Vögel mit ihrer Gruppe modelliert, die derzeit aus drei Damen im Alter von 40 bis 70 Jahren besteht. Und es gibt noch so viele Dinge, die Marianne Ulrich vor hat. In ihrem roten Notizbuch werden alle Ideen festgehalten, die ihr sicherlich nicht ausgehen werden. Ebenso wenig wie der Spaß am Beisammensein und die Freude über die kleinen erschaffenen Kunstwerke. Schöne Erinnerungen gibt es sehr viele: Zum Beispiel die gemeinsamen Feste an Fasching, im Sommer sowie zur Advents- und Weihnachtszeit. Dabei wird das künstlerische Gestalten der Jahreszeit angepasst und die Teilnehmer stellen Kostüme, Postkarten oder Kerzenhalter her.

Mit einem Lächeln bemerkt Marianne Ulrich: „Das Schöne ist, dass man sich im Wechsel freuen kann und sich gegenseitig ansteckt mit guter Laune.“ Die kleine Gruppe pflegt mittlerweile eine sehr freundschaftliche Beziehung miteinander. Man erzählt aus seinem eigenen Leben, geht nach dem Gestalten gemeinsam noch ein bisschen spazieren und freut sich dann wieder auf die nächste Woche.
Und die neue Idee, die Marianne Ulrich aus ihrem Körbchen zaubern wird.

Aktualisiert am 16.06.2016 - Startseite           ▲ nach oben