Gesund engagiert gegen Einsamkeit im Alter

Ein Mitarbeiter des Freiwilligenzentrums, Anfang 30, groß und blond, referiert vor einem Fachpublikum, das an Tischen steht, über das Projekt in einer Art Seminarraum.

FZF-Hauptamtlicher Leander Wirth bei der Abschlussveranstaltung zur AOK--Bayern-geförderten Studie der SRH University, die für das Projekt "Gesund engagiert gegen Einsamkeit im Alter"  den Grundstein legte. (Foto: Tanja Elm)

Wer sich in seinem freiwilligen Engagement dafür einsetzt, dass andere weniger unter Einsamkeit leiden, braucht gute Rahmenbedingungen. Sie tragen maßgeblich dazu bei, dass die freiwillige Tätigkeit auf Dauer erfüllend ist und nicht zur Überlastung wird. Das Projekt "Gesund engagiert gegen Einsamkeit im Alter" setzt genau hier an.

Mit dem Projekt "Gesund engagiert gegen Einsamkeit im Alter" wird das Ziel verfolgt, die Seniorenarbeit des Freiwilligen-Zentrums Fürth (FZF) so weiterzuentwickeln, dass sowohl die Lebensqualität, Gesundheit und soziale Teilhabe der betreuten älteren Menschen als auch die psychische und physische Gesundheit, Motivation und Zufriedenheit der engagierten Freiwilligen nachhaltig gestärkt werden. Damit trägt das Vorhaben maßgeblich zu gesundheitsfördernden Lebensbedingungen in der Kommune bei, setzt Impulse für eine gesundheitsbewusste, solidarische Stadtgesellschaft und begegnet wirksam (potenzieller) Einsamkeit bei Seniorinnen und Senioren sowie bei Freiwilligen.

Bestehende Engagementformate als Ausgangsbasis

Im Rahmen unserer Seniorenarbeit bieten wir bereits seit 2013 einen Besuchsdienst an, in dem Freiwillige regelmäßig Seniorinnen und Senioren besuchen (meist wöchentlich) und mit ihnen sogenannte "Besuchstandems" bilden. So entstehen verlässliche Beziehungen, die Einsamkeit spürbar reduzieren.

Ergänzend führen wir ein Friedhofscafé und haben unter dem Titel „Ü-70 – aktiv im Alter“ fortlaufende Gruppenangebote für ältere Menschen wie Yoga,  Wanderungen, Rummikub oder Plogging zusammengefasst. Auch dadurch wird Einsamkeit entgegenwirkt, indem soziale Kontakte gefördert werden.

Rahmenbedingungen verbessern und Angebote ausbauen

Mithilfe von "Gesund engagiert gegen Einsamkeit im Alter" wird daran gearbeitet, die Rahmenbedingungen der vorhandenen Engagementformate zu optimieren. Zudem werden neue (gesundheitsfördernde) Angebote bedarfsorientiert und auch gemeinsam mit Freiwilligen aufgebaut. Dabei berücksichtigen wir grundsätzlich die Bedürfnisse der Seniorinnen und Senioren sowie der Freiwilligen.

Zukünftig möchten wir bspw. mit der "Helfer Community" eine flexible Einsatzgruppe etablieren, durch die ältere Menschen bei kleineren Alltagsaufgaben unterstützt werden. Zugleich wird damit ein fester Gemeinschaftskern für Freiwillige gebildet. Durch die Verknüpfung freiwilligen Engagements, strukturierter Koordination und Gesundheitsförderung werden nachhaltige Grundlagen geschaffen, die psychische und physische Gesundheit stärken, Einsamkeit vorbeugen und die Lebensqualität älterer Menschen verbessern.

Wissenschaftliche Erkenntnisse als Impulsgeber

All dem liegen Forschungsergebnisse zugrunde, bei denen der FZF-Besuchsdienst "Zeit für Nachbarn" im Zentrum stand. Die AOK-Bayern-geförderte Studie dazu wurde 2025 von Maren Weiss und Natascha Karl (SRH University of Applied Sciences Heidelberg, Campus Fürth) durchgeführt. Ein Fachartikel zu den Forschungsergebnissen ist hier zu finden.

Das Projekt wird weiterhin wissenschaftlich begleitet und von AOK Bayern gefördert. Vielen Dank für diese Unterstützung.

Logo der Gesundheitskasse AOK Bayern in dunkelgrüner Farbe. Neben den drei großen Buchstaben A, O und K ist eine Pflanze mit drei Blättern in einem Kreis abgebildet.