Kultur-Botschafter und -Botschafterinnen

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Projekts drehen Videobotschaften im Jugendmedienzentrum Connect (Foto: Anna Kampen)

Die Kultur-Botschafter und -Botschafterinnen sind junge Männer und Frauen, die aus verschiedenen Ländern nach Deutschland geflüchtet sind. Sie besuchen Fürther Schulklassen, um sich mit den Schülern und Schülerinnen über ihre Heimat-Kulturen und persönlichen Fragen und Erfahrungen auszutauschen.

Das Thema Flucht und Asyl ist überall präsent. Viele erhalten ihre Informationen und Einschätzungen jedoch nur aus den Medien. Oft fehlt im Alltag die Gelegenheit oder der Mut für einen offenen Austausch. Die Sorge vor sprachlichen und kulturellen Missverständnissen verunsichert zusätzlich und erschwert den Kontakt.

Persönliche Begegnung ist wichtig

Doch persönliche Begegnung ist wichtig, um offen gegenüber anderen Menschen und Kulturen zu sein. Darum engagieren sich die Kultur-Botschafter und -Botschafterinnen des Freiwilligen-Zentrums dafür, den Austausch und das Verständnis zwischen einheimischen und geflüchteten jungen Menschen zu fördern. Bei Besuchen in Schulklassen bieten sie die Möglichkeit zu einem gemeinsamen Gespräch.

Junge Geflüchtete werden Kultur-Botschafter/innen

Die Kultur-Botschafter und -Botschafterinnen nehmen selbst an interkulturellen Schulungen teil, bei denen kulturelle Unterschiede und Missverständnisse, die Entstehung von Stereotypen und eigene Erfahrungen und Grenzen reflektiert werden.

Durch ihr Engagement helfen sie, Vorurteile und Unsicherheiten zu nehmen, Kontaktbarrieren abzubauen und die Offenheit zwischen jungen Menschen verschiedener Herkunft zu verbessern. Gleichzeitig machen die Geflüchteten die Erfahrung, nicht wie in vielen anderen Kontexten als "Bedürftige", sondern als "Experten ihrer eigenen Geschichte" wahrgenommen und aktiv zu werden.

Interkultureller Austausch bei Schulklassenbesuchen

Viele Schülerinnen und Schüler hatten noch nie persönlichen Kontakt zu jungen Menschen, die selbst von Flucht und Asylverfahren betroffen sind - v.a. am Gymnasien, da aufgrund der Sprachdefizite nur wenig Geflüchtete diese Schulform besuchen.

Die Kultur-Botschafter und -Botschafterinnen kommen in Teams in die Schulklassen der Jahrgänge 8 bis 12 und bieten die Möglichkeit, sich mit den Schülern und Schülerinnen persönlich auszutauschen, z.B. zu den Themen Heimatland, Flucht, Religion, Kultur und Integration. Es stehen unterschiedliche Formate für den Austausch zur Auswahl. Bei Interesse melden Sie sich gerne bei Anna Kampen kampen@iska-nuernberg.de.

Das Projekt wird durchgeführt in Kooperation mit dem Jugendmedienzentrum Connect. Die Kulturbotschafter/innen werden über die lagfa bayern e.V. vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert.

Logo Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Intergration

Logo Jugendmedienzentrum connect