Mit einem Lächeln nach Hause gehen

Freiwilligen-Portrait: Brunhilde Blümlein

 


…das passiert Brunhilde Blümel mindestens ein Mal pro Woche, nämlich immer mittwochs, wenn sie ihre Schützlinge im Kinderhort der Arbeiterwohlfahrt bei den Hausaufgaben unterstützt.
Brunhilde Blümel ist somit, wie sie selbst bestätigt, „immer am jungen Puls der Zeit“ und hat sichtlich viel Freude damit. Eine Begegnung vor sieben Jahren auf dem Fürther Bahnhof sorgte für die Initialzündung.
„Mein Mann und ich trafen dort einen Kollegen, der sich zu unserer Überraschung als Freiwilliger bei der Bahnhofsmission um hilfsbedürftige Reisende kümmerte. Er hat Zeit, meinte er auf unsere Frage, und wolle sich einbringen. Unsere Kinder waren gerade aus dem Haus und so lag für mich der Gedanke nahe, sich ehrenamtlich einzubringen. Übers FZF kam ich zu meiner jetzigen Tätigkeit, mein Mann ist übrigens auch im FZF aktiv.“

Die gebürtige Allgäuerin führte der berufliche Weg vor etwa 30 Jahren nach Fürth: Damals war sie als Substitutin bei der Firma Quelle tätig. Als die beiden Söhne das Elternhaus verließen war es für Brunhilde Blümel naheliegend, ihre Erfahrungen bei der nächsten Generation einzubringen.

Im AWO Kinderhort werden Kinder querbeet von der ersten bis zur vierten Klasse betreut. Brunhilde Blümel freut sich jedes Mal über die gute Atmosphäre, den liebevollen, aber auch konsequenten Umgang mit den Kindern, die gute Zusammenarbeit mit den Erzieherinnen. Die Schützlinge werden auch in Projekte eingebunden, für die Zuhause oft wenig Zeit ist, wie z.B. Kochen, Malen, Töpfern oder auch Erdbeermarmelade zum Muttertag kochen.

„Mich begeistert immer wieder, wie neugierig und wissbegierig die Kinder sind“, freut sich Brunhilde Blümel, „wie sie aber auch versuchen, ihr Grenzen auszuloten.“ Aber damit kann man als Mutter ja umgehen, ergänzt sie dazu trocken. Ganz andere Herausforderungen waren die heutige Vermittlung der Grundrechnungsarten, die neue Schreibschrift und nicht zuletzt die Rechtschreibreform. Davon bekam sie aber schon aus der Schulzeit des jüngeren Sohnes einen ersten Einblick.

„Wir verstehen uns schon gut, meine ‚Hausis‘ und ich,“ erzählt sie weiter, „und sie machen sich schon auch ihre Gedanken. So musste ich kürzlich schmunzeln als die Frage kam, wie viel ich denn so bezahlt bekäme. Nix? Und Du kommst trotzdem? Ja, ich komm‘ trotzdem.“

Zu Hause liest sie viel, kocht und gartelt gerne. „Aber auf die Nachmittage mit den Kindern freue ich mich jede Woche neu und möchte sie nicht mehr missen“, sagt eine fröhlich lächelnde Brunhilde Blümel zum Schluss.


Aktualisiert am 16.06.2016 - Startseite           ▲ nach oben