SprachBistro wird offener Treffpunkt 

junge Menschen mit und ohne handicap spielen draußen auf einem Rasen

SprachBistro-Besucherinnen und Besucher im Garten des Gemeindehauses St. Paul (Foto: Felix Trejo)

12.10.2019 - Am Samstag, den 12. Oktober trafen sich Einheimische und Geflüchtete im Gemeindehaus St. Paul zum neuen, offenen FZF-SprachBistro. Bei Kaffee, Kuchen und Sonnenschein entstanden viele interessante Gespräche.

Schon seit 2015 findet alle zwei Monate das SprachBistro des Freiwilligen-Zentrums statt, bei dem sich aufgeschlossene Einheimische und Geflüchtete treffen, um Sprachpatenschaften zu bilden. Beim gemeinsamen Kochen und Essen lernen sie sich kennen und bilden Sprach-Tandems, die sich im Anschluss regelmäßig treffen und die deutsche Sprache üben. In den letzten vier Jahren wurden 80 Sprachpatenschaften gebildet, von denen derzeit 38 noch immer treffen.

SprachBistro wird offener Begegnungstreff

Jetzt hat sich das FZF-SprachBistro zu einem offenen Treffpunkt für Geflüchtete und Einheimische weiterentwickelt, zu dem jede und jeder ohne Anmeldung vorbeikommen kann. Bei Tee, Kaffee und kleinen Snacks kann man ins Gespräch kommen und sich austauschen, neue Leute und viel Interessantes über verschiedene Länder und Kulturen erfahren.

Austausch für beide Seiten wertvoll

Über 30 Besucher und Besucherinnen aus verschiedenen Ländern und mindestens drei Generationen kamen am letzten Samstag zum neuen SprachBistro zusammen. Der Herbst zeigte sich von der besten Seite und so wurden spontan im Garten noch die Bierbänke aufgebaut. Bei Kaffe, Tee, Snacks und köstlichen Kuchen entstanden Gespräche, z.B. über Heimatländer, kulturelle Unterschiede, Familie, Hobbies und Zukunftspläne. 

In erster Linie geht es ums Deutsch-Sprechen, denn am besten lernt sich eine neue Sprache in der Praxis, im Gespräch mit Muttersprachlern. Aber die interkulturelle Begegnung ist auch für die Einheimischen spannend. In gemütlicher Atmosphäre entsteht ein Austausch, der für beide Seiten bereichernd ist.

Auch Sprachpatenschaften können entstehen

Wer nach dem SprachBistro noch in Kontakt bleiben möchte, kann nach wie vor eine längerfristige Sprachpatenschaft eingehen. Dann verabreden sich die Sprachpartner und -partnerinnen regelmäßig, um sich zu unterhalten und die deutsche Sprache im persönlichen Kontakt zu üben. Mit ihrem persönlichen und vertrauensvollen Einsatz können Freiwillige den Geflüchteten so ein Fenster zur einheimischen Gesellschaft öffnen.

Das nächste SprachBistro findet Anfang 2020 statt. Eingeladen sind alle, die offen sind und neugierig auf andere Menschen, Kulturen und Perspektiven.

Weitere Infos über das SprachBistro und Sprachpatenschaften erhalten Sie unter 0911-2174782 oder fzf@iska-nuernberg.de.