Die Schreibwerkstatt bei StadtLesen 2026

Die Hauptamtliche, eine junge Frau, steht mit Mikrofon auf einer Bühne im Freien und hält die beiden Bücher hoch, aus denen gelesen wurde.

Theresa Hämmerl, die Projektleitung im Bereich Integrationsprojekte, moderierte die Lesung. (Foto: Tanja Elm)

19.06.2026 – Beim Festival StadtLesen in Fürth stellte das Freiwilligen-Zentrum Fürth erneut sein Schreibprojekt vor. Vorgelesen wurden Texte aus den beiden im vergangenen Jahr erschienenen Büchern 'Schritt für Schritt' und 'Wem die Muse spricht'.

Am 19.06.2026 war das Freiwilligen-Zentrum Fürth (FZF) mit seinem Schreibprojekt mit Geflüchteten wieder Teil von StadtLesen in Fürth. Trotz der großen Hitze lauschten viele Besucherinnen und Besucher den Geschichten - im bestuhlten Publikum ebenso wie im Park auf den Sitzsäcken.

Geschichten von Ankommen und Aufbruch

Aus dem Sammelband "Schritt für Schritt" las Vishnu Praya ihren bewegenden Text "Zwei Welten, ein Herz: Mein Leben zwischen Kerala und Deutschland" vor. Die Lesung kostete die aus Indien Geflüchtete viel Überwindung, doch ihr Text verzauberte das Publikum.

Vishnu berichtet von ihrem Weg von Kerala nach Deutschland und schreibt: "Kerala wird immer meine Heimat bleiben, aber das Leben hat mich nach Deutschland gebracht, und hier habe ich eine zweite Heimat gefunden." Ihre Geschichte berührte mit bildhafter Sprache und persönlichen Eindrücken von Heimweh, Neuanfang und dem Aufbau eines neuen Alltags, sodass sofort die Melodie, den Duft und der Geschmack ihrer Heimat Kerala transportiert wurde.

Eine Danksagung an Helferinnen und Helfer

Auch Yunus teilte mit "Aller Anfang ist schwer" seine Erfahrungen vom Ankommen in einem neuen Land. Er erzählte von Sprachbarrieren, Unterstützung im Alltag und von seiner Dankbarkeit gegenüber den Menschen, die ihm den Start erleichtert haben. Besonders eindrücklich war sein Dank an eine Unterstützerin: "Es ist wunderbar, jeden Tag Menschen zu haben, die einem das Leben leichter machen."

Bashar Al Hajs eigenes Buch

Auch Bashar Al Haj war dabei und las aus seiner Textsammlung "Wem die Muse spricht". Er ist dem Schreibprojekt schon seit Beginn verbunden und hat hierüber seine Liebe zum deutschen Wort entdeckt. Das Buch enthält neben neuen, oftmals sehr poetischen Geschichten sämtliche Texte, die er im Rahmen des Projekts verfasst hat. Mit "Wem die Muse spricht" bekam die Schreibwerkstatt von Heidemarie Glöckner sein zehntes Buch, bevor sie Ende letzten Jahres beendet wurde.

Danke an die Veranstalter

Wir haben uns sehr gefreut, mit den Geschichten erneut Teil von StadtLesen sein zu dürfen. Ein herzlicher Dank geht an die Volksbücherei und das Kulturamt Fürth für die wiederholte Einladung und gute Zusammenarbeit.