Fachtagung: "Gesundes Aufwachsen"
Das ISAK-Team stellte auf dem „Markt der Möglichkeiten“ das ISAK-Projekt sowie die Ergebnisse des Workshops vor. (Foto: Landeszentrale für Gesundheit in Bayern e. V. [LZG Bayern])
02.07.2026 - Am 18. Juni nahmen Marina Burkowski, Katharina Kraus und Amelie Aryee an der Fachtagung "Gesundes Aufwachsen - wie gelingt Teilhabe trotz schwieriger Lebenslage?" der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Bayern (KGC) im Südpunkt Nürnberg teil.
Wie können Kinder und Jugendliche erreicht und unterstützt werden, wenn ihre Lebensbedingungen Teilhabe erschweren? Dieser Frage widmete sich die Fachtagung mit Beiträgen aus verschiedenen Arbeitsfeldern sowie Praxisbeispielen zur Förderung von Gesundheit und Chancengerechtigkeit. In Fachvorträgen und Workshops wurden Erfahrungen aus Wissenschaft und Praxis zusammengeführt. Zudem wurden Möglichkeiten diskutiert, wie Teilhabe nachhaltig gestärkt werden kann.
Auch das ISAK-Team brachte seine Erfahrungen aus der täglichen Arbeit in Kindertageseinrichtungen ein. Mit einem Kurzvortrag, einem interaktiven Workshop und einem Infostand zeigte es auf, wie integrierende soziale Arbeit Familien niedrigschwellig unterstützt und Kinder in ihrer Entwicklung stärkt. Darüber hinaus wurde die Veranstaltung dazu genutzt, sich mit Fachkräften aus den Bereichen Gesundheit, Soziales, Bildung, Inklusion und Frühe Hilfen aus ganz Bayern auszutauschen.
Praxisnahe Einblicke in die Arbeit von ISAK
Nachdem das ISAK-Projekt am Vormittag in einem Kurzvortrag vorgestellt worden war, wurden diese Einblicke nachmittags im Rahmen des Workshops "Teilhabe durch integrierende soziale Arbeit an Kitas (ISAK): Wie Kindertageseinrichtungen gesundes Aufwachsen fördern“ vertieft. Rund 17 Teilnehmende erfuhren mehr über die Arbeitsweise der ISAK-Fachdienste. Ausgehend von der Frage, welche Voraussetzungen Kinder für ein gesundes Aufwachsen benötigen, wurden Zusammenhänge zwischen sozialer Lage, Gesundheitschancen und Teilhabemöglichkeiten aufgezeigt.
Eine interaktive Übung verdeutlichte anschließend, wie unterschiedlich die Voraussetzungen von Familien beim Zugang zu Gesundheitsversorgung, Präventionsangeboten und sozialen Unterstützungsstrukturen sein können. Mit konkreten Praxisbeispielen wurde anschließend veranschaulicht, wie die ISAK-Fachdienste Familien im Kita-Alltag begleiten, Zugänge zu Unterstützungsangeboten schaffen und als fester Bestandteil des Kita-Teams einen Beitrag zur Gesundheitsförderung und Chancengleichheit leisten.
Mehrwert klar erkennbar
Die Einblicke in den Arbeitsalltag machten deutlich, welchen Mehrwert integrierende soziale Arbeit für Familien, Kinder und Kindertageseinrichtungen bietet. Dass die Fachkräfte dauerhaft Teil der Kita-Teams sind und eng mit den pädagogischen Fachkräften sowie den Familien zusammenarbeiten, wurde von den Teilnehmenden als besonderer Mehrwert hervorgehoben. Zudem äußerten mehrere Teilnehmende den Wunsch, vergleichbare Angebote auch in ihren Einrichtungen umsetzen zu wollen und sprachen sich für eine langfristige strukturelle Verankerung sozialer Arbeit an Kindertageseinrichtungen aus.
Vernetzung am "Markt der Möglichkeiten"
Beim anschließenden "Markt der Möglichkeiten“ präsentierte das ISAK-Team an einem Infostand die Ergebnisse des Workshops und nutzte die Gelegenheit zum fachlichen Austausch. Mehrere Fachkräfte interessierten sich dafür, das Projekt auch in ihren Landkreisen bekannt zu machen und erkundigten sich nach Möglichkeiten, ISAK vor Ort vorzustellen. Die Fachtagung bot dem ISAK-Team somit die Chance, den Projektansatz einem bayernweiten Fachpublikum vorzustellen, wertvolle Kontakte zu knüpfen und den fachlichen Austausch über gelingende Wege zur Förderung von Teilhabe und Chancengleichheit weiter auszubauen.
Auch die Landeszentrale für Gesundheit in Bayern e.V. hat einen Rückblick auf die Fachtagung veröffentlicht, der hier zu finden ist.