Schuldnerberatung

Sechs Mitarbeitende der Fachdienste sitzen an einem U-förmig gestellten Tisch mit Gebäck, Getränken und Unterlagen und richten ihre Aufmerksamkeit auf die Kollegin Birgit Paulus aus der Schuldnerberatung, die spricht.

Die Fachdienste im Austausch mit Birgit Paulus von der Schuldner- und Insolvenzberatung (Foto: Erwin Eckenberger)

06.02.2026 - Am 20. Januar 2026 besuchten unsere Fachdienste für Bildungsgerechtigkeit und Integrierende Soziale Arbeit an Kitas die Kolleg/innen der Schuldner- und Insovlenzberatungsstelle, um sich über Unterstützungsangebote und Zugangswege zu informieren. Neben einem fachlichen Einblick stand insbesondere der Austausch zwischen den Arbeitsbereichen im Fokus.

In der Arbeit mit Familien zeigt sich immer wieder, dass finanzielle Belastungen eine Rolle spielen können. Umso wichtiger ist eine gute Vernetzung mit spezialisierten Beratungsstellen. Dass mit der Schuldner- und Insolvenzberatung ein entsprechendes Fachangebot mit kompetenten Kolleg/innen im eigenen Haus vorhanden ist und dadurch kurze Wege sowie direkte Abstimmungen möglich sind, stellt dabei eine besondere Stärke des ISKA dar.

Einblick in Angebote und Abläufe

Im Rahmen des Treffens stellte Birgit Paulus die Arbeit und Angebote der Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle vor. Die kostenfreie Beratung richtet sich an Menschen aus Nürnberg und dem Nürnberger Land. Neben der Unterstützung bei bestehenden Schulden umfasst das Angebot auch präventive Beratung etwa bei ersten finanziellen Unsicherheiten oder zur Budgetplanung. Zu den weiteren Leistungen zählen unter anderem die Sichtung und Strukturierung von Unterlagen, die Entwicklung von Zahlungsplänen sowie die Begleitung eines Insolvenzverfahrens bis hin zu dessen Vorbereitung.

Kontaktaufnahme und Weitervermittlung

Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Klärung der Zugangswege. Familien können sich selbstständig an die Beratungsstelle wenden, zugleich ist auch eine Vermittlung durch die Einrichtungen möglich. Bei akuten Problemlagen, etwa bei drohendem Wohnungsverlust oder Pfändungen, kann eine schnellere Terminvergabe erfolgen, sofern der Beratungsanlass entsprechend benannt wird. Darüber hinaus wurden Hinweise zur Vorbereitung auf die Beratung gegeben, etwa zur Sortierung von Unterlagen oder zur Einholung einer Schufa-Auskunft.

Fachliche Impulse und praxisrelevante Themen

Neben dem Austausch erhielten die Fachdienste auch einen Einblick in zentrale Themen der Schuldner- und Insolvenzberatung. Dabei wurden unter anderem das Pfändungsschutzkonto (P-Konto) als Instrument der Schuldnerberatung sowie grundlegende Abläufe eines Insolvenzverfahrens aus dem Bereich der Insolvenzberatung vorgestellt. Zudem wurden typische Schuldenfallen angesprochen, die im Alltag von Familien eine Rolle spielen können, etwa Handyverträge mit langen Laufzeiten, Ratenkäufe oder Onlinebestellungen über Anbieter wie Klarna, bei denen sich offene Beträge schnell summieren können.

Der Besuch trug insgesamt dazu bei, die Arbeit der Schuldner- und Insolvenzberatung besser zu verstehen und konkrete Anknüpfungspunkte und Zugangswege für die eigene Praxis zu gewinnen. Unser Dank gilt den Kolleg/innen der Schuldner- und Insolvenzberatung - insbesondere Birgit Paulus - für den offenen Austausch sowie die hilfreichen Einblicke in ihre Arbeit.