Praxisforschung

Nicht mit leeren Händen: Kompetenzen von Flüchtlingen

Mit einer Studie zu Kompetenzen von Flüchtlingen in Flüchtlingsunterkünften der Stadt Nürnberg konnten wir zeigen, dass Flüchtlinge eben nicht nur Hilfeempfänger sind, sondern viele interessante Fähigkeiten, Kompetenzen und Motivationen mitbringen.

42% der befragten Nürnberger Flüchtlinge haben mindestens 12 Jahre die Schule besucht. Jede/r Vierte hat studiert. 82% haben Berufserfahrung. Die Vielfalt der Kenntnisse ist groß.

95% der befragten Zuwanderer sagen, dass sie arbeiten möchten, auch 91% der Frauen. 71% geben an, dass sie bereit wären, in naher Zukunft ehrenamtlich aktiv zu werden, auch ohne Geld zu erhalten.Tatsächlich gehen 60% der Flüchtlinge keiner regelmäßigen Beschäftigung nach. Berufstätigkeit ist mit 4% nur ein Randphänomen. Darüber hinaus kennen 55% niemanden außerhalb ihrer Gemeinschaftsunterkunft, der oder die in Deutschland geboren ist.

  • Bearbeitet von Günter Krauß, Julia Schimmer unter Mirwirkung von Marina Burkowski, Hassan Khalaf und anderen.
  • Laufzeit 4/2016 bis 7/2017
  • Die Studie wurde vom ISKA initiiert.
  • Finanzierung durch Eigenmittel und mit Beiträgen der Stadt Nürnberg und der wbg-Stiftung.

Mitten in Nürnberg? - Sozialkontakte von Flüchtlingen

In unserer ersten Flüchtlingsstudie hatten wir festgestellt, dass 55% der Befragten niemanden mit deutscher Herkunft kannten. In einem Folgeprojekt möchten wir dieses bemerkenswerte Ergebnis vertiefen.

Seit 2017 arbeiten wir an einer Erhebung der Sozialkontakte von Flüchtlingen in Gemeinschaftsunterkünften der Stadt Nürnberg.

  • Bearbeitet von Benjamin Döß, Günter Krauß, Kristian Krauß, Julia Schimmer
  • Laufzeit 9/2017 bis 10/2018
  • Die Studie wurde vom ISKA initiiert.
  • Finanzierung durch Eigenmittel und mit einem Beitrag der Stadt Nürnberg

Befragungen in der Diözese Augsburg

Im Rahmen des Innovations-Management-Projektes zur Neuorganisation der Kindertageseinrichtungen der Diözese Augsburg werden die Eltern mit Kindern in einer Kita des Zentrums Kindertageseinrichtungen befragt. Die Erhebung erfolgt online. Die Kitas erhalten spezifische Auswertungen und Vergleiche mit Durchschnittswerten. In Zusammenarbeit mit der Fachberatung der Caritas werden von den Ergebnissen Qualitätssicherungsmaßnahmen abgeleitet. Die Befragung wird im Jahr 2018 das sechste Mal vom ISKA durchgeführt und ausgewertet. Es nahmen 89 Kitas teil.

Im Januar 2018 wurden die Kita-Leitungen des Zentrums von uns befragt. Im gleichen Jahr haben wir im Auftrag des KiTA-Zentrums weiteren ca. 400 Kitas der Diözese Augsburg die Durchführung einer Online-Elternbefragung angeboten. Dieses Angebot wurde von 78 Kitas angenommen.

Weitere Befragungen sind in Vorbereitung.

  • Teilnahmelink für Eltern: www.iska-nuernberg.de/kita-bistum-augsburg
  • bearbeitet von Julia Schimmer und Günter Krauß
  • Laufzeit: 03/2017 - 12/2018
  • Finanzierung: Bischöfliche Finanzkammer der Diözese Augsburg

Seniorenzentren in Oberfranken

Seniorenbüros leisten wertvolle Arbeit in unseren Kommunen. Zum einen fördern sie das Bürgerschaftliche Engagement älterer Menschen auf lokaler Ebene. Zum anderen kümmern sich diese Einrichtungen um die wesentlichen Themen der Lebensphase Alter, wodurch die ältere Generation im Hinblick auf ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben unterstützt wird. Dabei gibt es verschiedenste Konstellationen: vom rein selbstorganisierten Modell mit dem Augenmerk auf freiwilliges Engagement für und von älteren Menschen über kommunal geführte Stellen mit einem breiten Portfolio bis hin zur kleinen, aber feinen Unterstützungsstellen für haushaltsnahe Hilfen.

Seniorenbüros sehen sich gleichzeitig damit konfrontiert, unterschiedlichste Interessen und Ansprüche von NutzerInnen, Politik und Mitarbeitenden vereinbaren zu müssen und der immer heterogener werdenden Zielgruppe der Älteren gerecht zu werden. Häufig kommt eine prekäre Finanzierungslage hinzu sowie ein latenter Konkurrenzkampf mit anderen Freiwilligenorganisationen.

Wie Seniorenbüros mit diesen Herausforderungen umgehen und welche Entwicklung sie seit ihrer Einführung Mitte der 1990er Jahre vollzogen haben, wird in dem Forschungsprojekt „Seniorenbüros zwischen Engagementförderung und Altenarbeit“ beleuchtet.

Damit wird ein wichtiger Beitrag für die Seniorenbüros geleistet, die innerhalb der Engagementforschung, aber auch innerhalb des öffentlichen Bewusstseins bislang wenig in den Fokus gerückt wurden. Es werden drei fränkische Seniorenbüros mithilfe qualitativ ausgerichteter Interviews, Gruppendiskussionen und Dokumentenanalysen porträtiert.

  • bearbeitet von Mira Eichholz
  • Laufzeit vom November 2017 bis Oktober 2018
  • Finanzierung: Adalbert-Raps-Stiftung