Kein Geld mehr da

von Lothar Schmitt am 27. Januar 2005 um 11:35 Uhr
als Antwort zu: Verständnis von Steinack Gudrun am 31. Oktober 2004 um 11:56 Uhr

Sehr geehrte Frau Steinack,
ich verstehe sehr gut, dass es sie aufregt, dass sie immer wieder hören, dass "kein Geld mehr da ist". Ich bin auch der Meinung, dass wir, als Gesellschaft, mehr Geld in den Kindergarten investieren müßten. Es ist nur niemand bereit mehr Geld zu bezahlen. Kommunalpolitiker werden doch in der Öffentlichkieit "zerrisen", wenn sie die Elternbeiträge erhöhen wollen. Landespolitiker können kein Schulgeld einführen und Bundespolitiker haben wegen dem Druck der Öffentlichkeit den Spitzensteuersatz von 53 % auf auf 42 % gesenkt (Forderung: noch weiter senken) und die Körperschaftsteuer von 40 % auf 25 % gesenkt. Es ist also kein Wunder, dass kein Geld mehr da ist. Jetzt werden wieder viele sagen, dass man halt wo anders sparen muß, nur wo? Beim Straßenbau, sollen wir die Straßenbeleuchtung abschalten, oder die Turnhalle und die Bücherei schließen?
Es ist ein gesellchaftliches Problem und wir müssen wieder bereit sein mehr zu bezahlen, wenn wir etwas wollen. Ganz provokativ gefragt, müßte man prüfen, ob es sich überhaupt rentiert in Bildung zu investieren. In den USA ist das z.B. nicht selbstverständlich. US-Wissenschaftler behaupten, es reicht wenn man die Besten hat, die Masse kann ruhig blöd bleiben. Man muß halt wissen was man will. Ich hoffe, ich habe jetzt genug provoziert.



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