Verständnis

von Steinack Gudrun am 31. Oktober 2004 um 11:56 Uhr
als Antwort zu: Kein Sparmodell von Dunkl, StMAS am 30. Oktober 2004 um 10:53 Uhr

Sehr geehrter Herr Dunkl, ich habe Verständnis dafür, daß ich Ihnen auf die Nerven gehe. Säße ich an Ihrer Stelle, würde ich mich selbst auch nerven. Aber das Lied es ist kein Geld da kenne ich mittlerweile seit 35 Jahren und das ertrage ich nicht mehr. Anfang der 70er Jahre- als meine Kinder im Kindergarttenalter waren, war kein Geld für neue Kindergärtenplätze. Unsere Gemeinde z.B. hatte damals einen Versorgungsgrad von 28%. Also gründete ich zusammen mit Eltern- nachdem mein jüngster Sohn in die Schule gekommen war- Anfang der 80er ahre einen Kindergarten. Es dauerte 8 Jahre bis er -. gegen der erbitterten Widerstand der Kommune- die Anerkennung erhielt, trotz bester Dossiers der Aufsichtsbehörden über die pädagogische Qualität der Einrichtung. Argument: ihr könnt ja einen Kindergarten machen, aber kosten darf er nichts. Kein offizieller Kommunalvertreter sagte: fein, ihr schafft Plätze für Kinder mit und ohne Behinderung, ihr schafft Arbeitsplätze. Auch nach der Anerkennung waren die Mittel stets äußerst knapp. Die Diskussionen um Zuschüsse gibts immer noch, obwohl die Gemeinde inzwischen stolz! ist auf den Vorzeigekindergarten. Das ist kein Einzelschicksal sondern repräsentativ für die Entwicklung z.B. von Elterninitiativen.
Inzwischen habe ich 4 Enkelkinder und die Diskussion ums Geld ist immer noch. Nie in der langen Zeit wurde in erster Linie gefragt, was brauchen Kinder ? Ich fande die Einlassung von Prof. Fthenakis sehr aufschlußreich, daß bei uns der fiskalische Gedanke im Vordergrund steht und z.B. in Schweden der philosophische Gedanke Vorrang hat.
Nun zur Anhörung: auch mich hat die Kritik der der ehemaligen Mokomitglieder erstaunt. Aber sie kam ja nun nicht von irgendwem, sondern von Prof. Fthenakis ( ich warne vor einem sparmodell), von renommierten Vertreterinnen und Vertretern der Wohlfahrts- und Berufsverbände und von betroffenen Erzieherinnen aus der Modellregion.
Wenn das alles nur Polemik war, dann ist zu fragen: was war der Veranlasser für diese Polemik.
Mit freundlichen Grüßen
Gudrun Steinack



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