Schließzeitfaktor für Hort / Kostenneutralität / "Reformstau"?

von Günter Krauß, ISKA am 15. Juni 2004 um 17:47 Uhr
als Antwort zu: Aktualisierung von Britta Westen am 09. Juni 2004 um 13:47 Uhr

Sehr geehrte Frau Westen,

zu Ihrer Frage 1 (Schließzeitfaktor bei Horten): Mein Vorschlag (von dem ich nicht weiß, ob ihm die Modellkommission, das Sozialministerium bzw. die politischen Gremien folgen werden) ist nicht detailliert zu Ende ausgearbeitet. Mir geht es im Moment darum, das Vorgehen prinzipiell zur Diskussion zu stellen. Man könnte den Faktor nach der Zahl der Schließtage abstufen, entweder graduell von 0 bis 30 oder mit mehr oder weniger groben Abstufungen (z. B. 0-5, 5-10, 10-20, 20-25, 25-30 Schließtage). Allerdings sehe ich Probleme darin, einen Schließzeitfaktor nur für Horte einzuführen und nicht gleichzeitig für alle Angebotsformen.

Zu Ihrer Frage 2: In dem Bericht habe ich an den Stellen auf die einschränkende Wirkung der Kostenneutralität hingewiesen, wo einfache Lösungen wegen dieser Vorgabe nicht weiter verfolgt werden konnten. Darüber hinaus ist es natürlich sinnvoll, mehr Geld in Bildung und Zukunft unserer Kinder zu investieren. Auch Ihrem Hinweis darauf, dass Bildungsinvestitionen sich langfristig ökonomisch "rechnen" kann ich nur beipflichten. Leider orientiert sich die momentane finanzpolitische Diskussion fast ausschließlich an kurzfristigen Effekten.

Zu Ihrer Frage "Kommt die kindbezogene Förderung oder nicht?": Ich kann in meiner Rolle nur Vorschläge machen, Ideen ins Spiel bringen, die Erprobung begleiten und Erfahrungen dokumentieren. Die Entscheidung über die bayernweite Umsetzung trifft der Bayerische Landtag. Es wäre völlig vermessen, diese in irgendeiner Form vorwegzunehmen. Einen Reformstau beklagen kann man an dieser Stelle aber wahrlich nicht. Die Sorgfalt, mit der hier eine Reform vorbereitet und die Transparenz, mit der sie vorab diskutiert wird, sucht ihresgleichen.



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