Kinderaufbewahrungsanstalt - Wo bleibt die Qualität?

von Andre Peters, Elternbeirat Johannesberg am 19. Januar 2005 um 16:08 Uhr

Das neue Bayerische Gesetz für Kindertageseinrichtungen und Tagespflege schreibt als neue Fördersystematik die so genannte kindbezogene Förderung fest. Das bedeutet: Die Kindertagesstätten werden nicht mehr pauschal pro Gruppe gefördert, sondern je nach Anwesenheitszeit des einzelnen Kindes. Die langfristigen Auswirkungen dieser Fördersystematik lässt sich ohne große Anstrengungen schnell erkennen:
Bsp: Ein Kindergarten hat vormittags 100 Kinder und nachmittags 40 Kinder. Da die Betreuer nachmittags ---in der Überzahl--- sind, kann eine besondere Betreuung unserer Kinder erfolgen wie z.B. Musikschule, Englischunterricht oder Vorschulübungen. Nach dem neuen Gesetz wird dieser Kindergarten weniger finanzielle Mittel zur Verfügung haben, nämlich nachmittags genau 60% weniger, so dass der Nachmittag auf Grund von Personalwegfall nicht mehr diese Qualität halten kann. Dies wird zur Folge haben, dass weniger Kinder nachmittags in den Kindergarten gehen und dieser Kindergarten immer weniger Förderung bekommt. Am Ende wird dieser Kindergarten nachmittags geschlossen bleiben. Das Land Bayern hat damit sein Ziel erreicht und die Kosten gesenkt. Was aber ist mit unseren Kindern? Was ist mit der individuellen und qualitativen Förderung unserer Kinder, nach der alle in der Zeit der Pisastudie so lautstark rufen.
Genau das Gegenteil wird getan. weiterlesen unter www.tophomepage.de/kita



Antwort
Name
Kurznachricht
Text