Elternbefragung: Fragebogenkonstruktion

Es gibt einige Themen, die im Rahmen einer Elternbefragung in jedem Fall angeschnitten werden sollten. Die Musterfragebogen des Modellprojektes bewährten sich als Einstieg. Die dort genannten Fragen sind zielgerichtet zu ergänzen. Die Befragung sollte immer standardisierte und offene Fragen kombinieren. Der Kindergarten-/Elternbeirat ist bei der Fragebogenkonstruktion einzubeziehen.

 

Befragungsthemen

Eine Elternbefragung sollte nach unseren Erfahrungen die folgenden Themen umfassen:

Bei der ersten Befragung mit den Musterfragebögen arbeiten

Die erste Befragung ist zeitlich wesentlich aufwändiger als die Wiederholung in den Folgejahren. Es lässt sich viel Zeit einsparen, wenn man sich am Anfang sehr eng an die hier dargestellten Musterfragebögen hält und die Auswertungshilfsmittel nutzt, die an den Modellstandorten erarbeitet wurden. Viele Einrichtungen außerhalb der Modellstandorte sind bereits so vorgegangen und haben dann in den Folgejahren eigene Lösungen entwickelt.

Fragen gezielt auswählen

Es ist wichtig, sich bei der Konstruktion des Fragebogens immer wieder klar zu machen, wozu eine bestimmte Frage gestellt wird. Nicht alles, was im persönlichen Gespräch interessant ist, macht in einem Fragebogen einen Sinn. Bei jeder Frage ist zu prüfen, ob die zusammengefasste Auswertung eine Bedeutung bei dem Bestreben haben kann, die eigene Arbeit zu verbessern oder ob sie als Einstieg für ein Gespräch mit den Eltern dienen kann.

Standardisierte und offene Fragen kombinieren

Fragen können auf unterschiedliche Art und Weise gestellt werden. Standardisierte Fragen enthalten mehrere Antwortvorgaben zum Ankreuzen (z.B. "Benötigen Sie eine Mittagsbetreuung? ja/nein"). Offene Fragen enthalten keine Antwortvorgabe und werden frei formuliert beantwortet (z.B. "Was gefällt Ihrem Kind in unserer Einrichtung am besten?").

Beide Fragetypen sind wichtig und sollten unbedingt kombiniert werden. Wer ausschließlich offene Fragen stellt, wird in der Menge der Antworten schnell die Übersicht verlieren und nicht wissen, wo die Schwerpunkte zu setzen sind. Wer es bei standardisierten Fragen belässt, erfährt nichts, was nicht in die "Schubladen" des Fragebogens passt.

Kindergartenbeirat schon bei der Fragebogenkonstruktion einbeziehen

Es bewährt sich, schon bei der Ausarbeitung des Fragebogens den Kindergartenbeirat und eventuell andere interessierte Eltern einzubeziehen. Auf diese Weise ergeben sich meist schon im Vorfeld interessante Rückmeldungen, und die Einrichtungsleitung kann sicher sein, dass der Fragebogen die Themen abfragt, die für die Familien wichtig sind. Vielleicht übernimmt der Kindergartenbeirat sogar die Auswertung und unterstützt auf diese Weise die Aktion auch logistisch.

Aktualisiert am 19.05.2004 - Startseite           ▲ nach oben