Kinderbefragung

Gegen Ende des Modellprojektes wurde in Bayreuth erstmals flächendeckend eine Kinderbefragung durchgeführt. Deren Ausgestaltung war ganz den Kita-Leiterinnen überlassen. Kinder- und Elternbefragung ergänzen sich hervorragend.

 

Die Idee, die Kinderbefragung als weiteres Element der mittelbaren Qualitätssicherung zu erproben, entstand im Arbeitskreis der Bayreuther Kita-Leiterinnen. Alle Teilnehmerinnen verabredeten sich, diese Befragung im Jahr 2003 durchzuführen.

Anders als für die Elternbefragung gab es für die Kinderbefragung keinerlei strukturierte Vorgaben. Bei der Kinderbefragung kann es nicht oder nur nachrangig um die Berechnung von Quantitäten gehen, sondern um die Aktion an sich und die mit ihr eingenommene Haltung: Das pädagogische Team befragt Kinder, wie sie sich in ihrer Einrichtung fühlen, was sie erleben, welche Wünsche sie haben und was sie gerne anders hätten.

Dies kann auf eine spielerische Art und Weise geschehen - eine Erzieherin spielte Zeitungsreporterin und interviewte die Kinder, eine andere inszenierte ein Fernsehinterview. Es sind aber auch strukturierte Gruppenbefragungen möglich. Ein solches Verfahren wird z. B. beschrieben im "Handbuch Kunden- und Mitarbeiterbefragungen. Tageseinrichtungen für Kinder" der Gesellschaft für Organisationsentwicklung und Sozialplanung.

Die Ergebnisse können im Einklang oder in Diskrepanz zu dem stehen, was Eltern oder was Fachkräfte bei ihren Befragungen äußern.

Die Kinderbefragung ist ein hervorragendes Instrument der Partizipation. Kinder erleben, wie sie ernsthaft um eine Rückmeldung gebeten werden und dass ihre Hinweise ernst genommen und ggf. berücksichtigt werden.

In jedem Fall lohnt es sich, die Perspektive der Elternbefragung mit den Ergebnissen einer Kinderbefragung zu erweitern, um Eingleisigkeiten der Interpretation zu vermeiden.

Aktualisiert am 25.05.2004 - Startseite           ▲ nach oben