Mindest-, empfohlener und realer Anstellungsschlüssel

Mit Hilfe des Anstellungsschlüssels können Mindestnormen definiert, Empfehlungen formuliert oder die realen Verhältnisse in einer Kita beschrieben werden.

 

Mindestanstellungsschlüssel

Für die praktische Modellphase (2002/03) wurde ein Mindestanstellungsschlüssel von 1:12,5 festgelegt. Einer Arbeitsstunde des pädagogischen Personals (Fach-/Hilfskraft, Berufspraktikant/in) dürfen demnach nicht mehr als 12,5 gebuchte Betreuungsstunden von Kindern gegenüber stehen.

Dieser Mindestanstellungsschlüssel ist pädagogisch günstiger als die alte Mindestanforderung nach der 4. DVBayKiG.

Für Einrichtungen in Sondersituationen (z. B. für integrative Einrichtungen) ist ein einrichtungsbezogener Mindestanstellungsschlüssel festzulegen (siehe Abschnitt Sondersituationen).

Der Mindestanstellungsschlüssel berücksichtigt zunächst nicht die unterschiedliche Qualifikation des pädagogischen Personals. Hierzu dient der ergänzende Mindestqualifikationsschlüssel (siehe Abschnitt Qualifikationsschlüssel).

Empfohlener Anstellungsschlüssel

Den Einrichtungen an den Modellstandorten wurde - soweit sie sich nicht (wie z. B. integrative Einrichtungen) in einer besonderen Situation befinden - empfohlen, einen Anstellungsschlüssel von 1:10 zu realisieren. Dieser Wert entspricht etwa dem Durchschnittswert an den Modellstandorten zum Zeitpunkt der Nutzungszeiten-Erhebung vom 1.7.2000.

Realer Anstellungsschlüssel: Große Unterschiede zwischen den Einrichtungen

Der reale Anstellungsschlüssel ist ein gutes Maß für den Grad der Auslastung einer Einrichtung. In den Modellstandorten haben wir viele Erfahrungen bei der Anwendung dieser Kennzahl gewonnen. Zu Projektbeginn waren wir über das Ausmaß der Unterschiede überrascht, die hier zu Tage traten. Bewegt sich der Durchschnitt über alle Einrichtungen in beiden Modellstandorten hinweg z. B. bei einer Relation von 1:10,0, so variierte dieser Wert für die einzelnen Einrichtungen von 1:3,7 bis 1:13,1 (Stichtag: 1. Juli 2000). Nähere Informationen hierzu finden sich im Abschnitt Fördergerechtigkeit.

Aktualisiert am 25.05.2004 - Startseite           ▲ nach oben