Normwerte

Im Modellprojekt wurde mit einem Mindestanstellungsschlüssel von 1:12,5 und einem empfohlenen Schlüssel von 1:10 gearbeitet. Eine Anhebung dieses Mindestanstellungsschlüssels auf 11,5 ist möglich und empfehlenswert. In keinem Fall können Anstellungsschlüssel punktgenau realisiert werden.

 

Der Mindestanstellungsschlüssel in Höhe von 1:12,5 wurde von der Modellkommission festgelegt. Er orientierte sich am statistischen Durchschnitt der Anstellungsschlüssel der Modelleinrichtungen. (Der exakte Wert zum Stichtag 1. Juli 2000 lag bei 1:9,9.) Mit 1:10 wurde eine erste Empfehlung abgegeben.

Verbesserung des Mindestanstellungsschlüssels möglich

Der Wert in Höhe von 1:10 als empfohlener Anstellungsschlüssels erwies sich im Projektverlauf als brauchbare Arbeitsgrundlage. Der Mindestanstellungsschlüssel in Höhe von 1:12,5 wurde bei Projektbeginn von vier Einrichtungen nicht eingehalten. Die erforderliche Aufstockung des Personals in diesen Einrichtungen stieß auf keine Schwierigkeiten, zumal die Förderung entsprechend anstieg.

Bei näherer Sicht auf Einrichtungen an der Grenze zu 1:12,5 stellten wir immer wieder fest, dass Anstellungsschlüssel-Werte im Bereich von etwa 1:11,5 bis 1:12,5 unter pädagogischen Gesichtspunkten problematisch sein können - auch wenn sie vom alten BayKiG zugelassen werden. Ausgehend von der Tatsache, dass sich für diese Einrichtungen in der Regel die Förderung erhöht, halten wir es für sinnvoll, den Mindest-Anstellungsschlüssel auf 1:11,5 festzulegen.

Damit wäre sicher gestellt, dass finanzielle Mittel, die bei der Umstellung von der alten Personalkostenbezuschussung zur kindbezogenen Förderung hoch ausgelasteten Einrichtungen zugute kommen, auch tatsächlich in zusätzliches Personal investiert werden.

Keine punktgenaue Realisierung eines Anstellungsschlüssels möglich

Gelegentlich unternahmen Einrichtungen in der Anfangszeit Anstrengungen, den empfohlenen Wert von 1:10 punktgenau zu realisieren. Die Stadt Landsberg versuchte ihn anfangs vor dem Hintergrund ihrer freiwilligen Zusatzfinanzierung ("Defizitvertrag" / "Kontraktmanagement") von den Einrichtungen einzufordern - zunächst sogar bei integrativen Einrichtungen. Dieser Umgang mit dem Anstellungsschlüssel führte verständlicherweise zu Irritationen.

Die punktgenaue Realisierung eines Anstellungsschlüssels ist nicht möglich. Der Personaleinsatz kann nicht nur von der Anwesenheitszeit der Kinder abhängig gemacht werden und ist selbst bei höchster Flexibilität nie so genau auszubalancieren, dass ein exakter Wert bzw. eine enge Wertspanne eingehalten werden können. Diese Erkenntnis setzte sich schließlich bei allen Modellbeteiligten durch.

Bayernweite Festsetzung der Normanstellungsschlüssel

Vor einer endgültigen Festsetzung der Werte von 1:10 bzw. 1:12,5/11,5 als bayernweit gültige Norm sollte der Anstellungsschlüssel nochmals bayernweit berechnet werden. Leider war dies mit den vorhandenen Daten nicht exakt möglich. Soweit abschätzbar liegt jedoch der durchschnittliche bayerische Anstellungsschlüssel etwa in der gleichen Größenordnung wie der der Modellstandorte.

Aktualisiert am 25.05.2004 - Startseite           ▲ nach oben