Gewichtungsfaktoren

Bereits in der herkömmlichen Personalkostenerstattung ist es üblich, in Einrichtungen mit besonderen Integrationsaufgaben die Gruppenstärke abzusenken und/oder sie zumindest zeitweise mit einer Zusatzkraft auszustatten.

 

Damit dies in der kindbezogenen Finanzierung weiterhin möglich wird, sind Gewichtungsfaktoren einzuführen für

Darüber hinaus sind, um den Besonderheiten der Altersgruppen gerecht werden zu können, Gewichtungsfaktoren einzuführen für

Alle Kinder profitieren von den Gewichtungsfaktoren einzelner

Bei den pädagogischen Gewichtungsfaktoren handelt es sich nicht um eine "Einzelfallförderung" wie z. B. bei den Hilfen zur Erziehung, sondern um einen Algorithmus der Einrichtungsfinanzierung. Während bei einer Einzelfallförderung der Betrag dem Betroffenen direkt zugute kommt, profitiert beim kindbezogenen Gewichtungsfaktor die gesamte Einrichtung. Dies wird bei Diskussionen um diese Faktoren immer wieder übersehen. So geht es z. B. beim Faktor für Kinder aus Familien nicht deutschsprachiger Herkunft nicht um eine höhere Förderung dieser Kinder, sondern um die personelle Entlastung der Einrichtungen mit einem hohen Ausländeranteil. Von der dadurch möglichen Integrationsarbeit profitieren die deutschen Kinder im gleichen Maß wie die nicht deutschen.

Auch der Faktor für behinderte Kinder ersetzt nicht die Einzelfallförderung, wie sie von den Bezirken zusätzlich auf Tagessatzbasis geleistet wird, sondern zielt lediglich darauf, angemessene pädagogische Verhältnisse in Gruppen mit behinderten Kindern zu realisieren. Auch hiervon profitieren die nicht behinderten Kinder genauso wie die behinderten.

Aktualisiert am 26.05.2004 - Startseite           ▲ nach oben