Sonderbudget?

In der ersten Konzeption des neuen Fördermodells war ein Sonderbudget angedacht, mit dem in damals nicht näher definierter Form Besonderheiten abgedeckt werden sollten. Wird das Krankheitsausfallrisiko sowie der Strukturausgleich für eingruppige Kindergärten in isolierter ländlicher Lage auf anderem Weg geregelt, halten wir heute ein weiteres Sonderbudget nicht mehr für sinnvoll, vor allem wegen der damit unweigerlich verbunden Verdoppelung der Verwaltungsstruktur.

 

Teil der ursprünglichen Konzeption

In der ersten Konzeption des neuen Fördermodells war der Gedanke eines Sonderbudgets verankert. Dieses wäre nicht nach kindbezogenen Regeln zu verteilen und war ansonsten nicht näher definiert. Seine Einrichtung würde die Höhe des Basiswertes mindern. Im Modellversuch wurde es in dieser Form nicht realisiert.

Aber es wurde an den Modellstandorten und in der Landesmodellkommission immer wieder und vor verschiedenen Hintergründen diskutiert. Die im Zusammenhang mit dem einrichtungsbezogenen Faktor genannten Sachverhalte (Öffnungszeiten, Schließtage) spielten dabei eine Rolle, das ebenfalls bereits angesprochene Krankheitsausfallrisiko, aber auch die Schwierigkeiten bei der Definition des Gewichtungsfaktors für behinderte Kinder, besondere Personalkostenstrukturen (älteres Personal) etc.

Sonderfaktoren anders regeln

Im Laufe der Diskussionen wurde deutlich, dass es für die Verwaltung dieses Sonderbudgets, das nur einen kleinen Teil der Gesamtförderung ausmachen kann, sowohl auf Seiten der Antragsteller als auch auf Seiten der Antragsbearbeiter vermutlich mehr Verwaltung braucht als für die Abrechnung des ungleich größeren Finanzvolumens der kindbezogenen Finanzierung im engeren Sinne.

Als Essenz dieser Diskussionen halten wir heute ein Sonderbudget nicht mehr für nötig und sinnvoll, wenn das Risiko der Krankheitsausfälle sowie der Strukturausgleich für Kitas in isolierter ländlicher Lage in der an anderer Stelle empfohlenen Form einbezogen werden.

Aktualisiert am 26.05.2004 - Startseite           ▲ nach oben