Umwandlung einer Kigagruppe in eine Hortgruppe als Alternative zu Gruppenschließungen

von Birgit Kluge, StMAS am 21. März 2001 um 18:14 Uhr
als Antwort zu: Wer hilft uns in der Übergangsphase? von Brigitte Kriesinger Kiga Sst. Elisabeth Kitzingen Elternbeirat,Erzieherin am 13. März 2001 um 11:00 Uhr

Sehr geehrte Frau Kriesinger,

um vielleicht ein Missverständnis gleich vorab auszuräumen. Durch die Zählkinderregelung sollte es den Einrichtungen ermöglicht werden, unbesetzte Plätze in einer Kiga-Gruppe auch mit Kindern anderer Altersgruppen zu belegen, um hiermit Gruppenschließungen zu verhindern. Zählkinder, also Kinder unter drei Jahren oder Schulkinder müssen zusammen mit Kindergartenkindern in einer Gruppe betreut. Im vorliegenden Fall wird jedoch eine Kiga-Gruppe, die aufgrund fehlender Belegungszahlen geschlossen werden musste, durch eine Gruppe von Schulkindern ersetzt. Es handelt sich hier um keine Kiga-Gruppe, sondern um eine reine Hortgruppe.

Diese Vorgehensweise ist grundsätzlich möglich und kann eine gute Alternative zu Gruppenschließungen darstellen. Einerseits werden hierdurch benötigte Hortplätzen geschaffen und andererseits Arbeitsplätze erhalten. Wir empfehlen Trägern, die sich mit einem Umwandlungsgedanken tragen, sich von ihrem Spitzenverband beraten zu lassen und bezüglich der weiteren Schritte mit der zuständigen Aufsichtsbehörde bzw. der Kommune Kontakt aufzunehmen.

Horte von freigemeinnützigen Trägern erhalten nach geltendem Recht ebenso wie Kindergärten eine staatliche und kommunale Personalkostenförderung. Dies gilt derzeit leider jedoch nicht für kommunale Horte zu. Die Kosten trägt hierbei allein der kommunale Träger, also die Gemeinde oder kreisfreie Stadt.



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