Antworten

von Günter Krauß, ISKA am 21. März 2001 um 21:16 Uhr
als Antwort zu: Es sind noch viele Fragen offen! von Katrin Dollinger, Evang. Kindergarten, Erlangen am 11. März 2001 um 11:12 Uhr

Sher geehrte Frau Dollinger,

fast alle Ihrer Fragen sind an anderer Stelle - teilweise sogar schon mehrfach - beantwortet.

- Fördervolumen Bayern: dieses steigt auch im Rahmen des alten Fördermodells 2001 und 2002 erstmal wieder an (2001: 787 Mio., 2002: 808 Mio.). Wenn einmal der Basiswert festgelegt wird (dies wird erst in einigen Jahren der Fall sein), dann wird dieser dynamisiert (Lebenshaltungskostenindex? durchschnittliche Tariferhöhung?). Für die Schaffung neuer Krippen- und Hortplätze ist ein gesonderter politischer Beschluss nötig. Die Möglichkeit, in Kindergärten, deren Kinderzahl zurückgeht, auch Krippen- und Schulkinder aufnehmen zu können, wird den Bedarf nicht abdecken und keinesfalls eine zusätzliche Krippen-/Schulkindbetreuungsförderung ersetzen können.
- Staatliche Vorgaben wird es geben, z.B. im Hinblick auf einen Mindest-Anstellungsschlüssel und auf den den Einsatz von qualifiziertem Personal.
- 1:16,6 ist ein aus dem JETZIGEN Kindergartengesetz abgeleiteter Mindestschlüssel, der an den Modellstandorten Grundlage des Vertragsabschlusses für die Teilnahme am Modell ist. Welcher Mindestanstellungsschlüssel endgültig formuliert wird, ist noch offen. Er wird sicher besser sein. Zum Zeitpunkt der Festlegung des Schlüssels hatte man noch keine empirische Grundlage zur Beurteilung des Schlüssels. Diesen haben erst die Nutzungszeit-Erhebungen gebracht. In keinem Fall wird eine Verschlechterung gegenüber den momentanen Verhältnissen angestrebt.
- Es wird ein neues Kindertagesstätten-Gesetz ins Auge gefasst.
- Es wird sicher Gewichtungsfaktoren für behinderte Kinder geben. Ich gehe davon aus, dass auch für ausländische Kinder ein Faktor endgültig eingerichtet wird.
- Die Verbesserung der Qualität ist Sache der Träger und der Einrichtungen. Wir wollen mit dem Fördermodell Anreize dafür setzen, hier ein Optimum an Qualität UND Wirtschaftlichkeit zu realisieren. Dieses muss im Einzelfall gefunden werden. Im Rahmen des Projektes wird von einer Kostenneutralität in den Gesamtsummen ausgegangen. Dies bedeutet im Einzelfall negative und positive Verschiebungen. Stark ausgelastete Einrichtungen erhalten größeren finanziellen Spielraum, um entsprechende qualitative Verbesserungen vornehmen zu können. Für unterdurchschnittlich ausgelastete Einrichtungen werden die Spielräume kleiner.

Mit freundlichen Grüßen
Günter Krauß



Antwort
Name
Kurznachricht
Text