Abbau des gegenwärtigen Zwei-(Drei-)Klassensystems überfällig!

von Günter Krauß, ISKA am 21. März 2001 um 21:31 Uhr
als Antwort zu: Verknüpfung von Qualitätdiskussion mit MQS fraglich von Gabriele Muenz,Sozialpädagogin, Integrativer Kiga Rasselbande Fürth am 03. März 2001 um 16:24 Uhr

Die Ergebnisse unserer Nutzungszeiterhebungen zeigen, dass unter dem alten Fördermodell ein Zwei-/Drei-Klassensystem der Kindertageseinrichtungen entstanden ist: Da stehen auf der einen Seite Einrichtungen, die mit ausgedehnter Öffnungszeit und hoher Auslastung längst über der Grenze des eigentlich Machbaren liegen (typischerweise Einrichtungen mit hohem Ausländeranteil und in einem belasteten Umfeld, übrigens auch mit einem besonders hohen Anteil an Alleinerziehenden). Auf der anderen Seite stehen Einrichtungen mit doppelt und dreifach besserem Anstellungsschlüssel - natürlich in den sozial besser situierten Zusammenhängen. Als eine dritte "Klasse" könnte man die ca. 50% Einrichtungen im Durchschnittsbereich sehen, die zu einem großen Teil auch eine hervorragende Arbeit leisten.

Das MQS-Modell würde diese "Klassenverhältnisse" relativieren und endlich für eine Fördergerechtigkeit sorgen, die im Moment nicht gegeben ist. Es ist geradezu zynisch, diese Tatsache umzudrehen und dem MQS-Modell zu unterstellen, es schaffe erst ein Zwei-Klassensystem.



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