Auswirkungen noch nicht abzusehen

von Günter Krauß, ISKA am 21. März 2001 um 21:48 Uhr
als Antwort zu: Wo bleiben die Krippen? von Carola Freiberger, Erzieherin am 15. Februar 2001 um 19:47 Uhr

Es kann passieren, dass mit der Aufnahme jüngerer Kinder in Kindergärten eine Konkurrenz für Krippen entsteht. Die Tatsache, dass Krippen nicht staatlich gefördert werden, bringt für letztere einen gravierenden Nachteil. Welchen Elternbeitrag Kindergärten für Krippenkinder fordern werden, ist nicht abzusehen. Ich denke, dass es in etwa das doppelte des üblichen Kindergartenbeitrages sein müsste, da der vorgesehene Gewichtungsfaktor 2,0 bei der Förderung die gleiche Relation vorsieht. Ob Krippenkinder überfordert werden, kommt natürlich auf die Konzeption und die pädagogische Praxis an. Es gibt ganz hervorragende Einrichtungen, die eine entsprechende Altersmischung bereits realisieren. Durch den Gewichtungsfaktor 2,0 kann eine Kiga-Gruppe entsprechend verkleinert werden. Die Krippen werden nicht in das Finanzierungsmodell einbezogen. Nur bereits bestehende, sonst leer stehende Kiga-Plätze können mit jüngeren Kindern besetzt werden. Eben doch keine Sparmaßnahme.

Krippen wird es mit Sicherheit weiter geben. Hoffentlich kann man sich von politischer Seite endlich zu einer staatlichen Krippenförderung entschließen. Dann wäre auch die "Wettbewerbsverzerrung" beseitigt.



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