Laborversuch oder Erprobung?

von Günter Krauß, ISKA am 21. März 2001 um 22:06 Uhr
als Antwort zu: Bitte bedenken Sie, in Bayreuth und Landsberg findet keine echte Erprobung statt! von Dr. Heidrun Kolinsky am 26. Februar 2001 um 12:42 Uhr

Natürlich findet keine Erprobung im Sinne eines Laborversuches statt. Schon die große Beobachtung, die allen Akteuren im Rahmen unseres Vorgehens zuteil wird, hat Effekte, die andernorts nicht auftreten und "verzerrt" die Ergebnisse. Es ist auch völlig richtig, dass sich einige Mechanismen erst langfristig zeigen können.

Das macht den eingeschlagenen Weg nicht weniger sinnvoll. Wir sind uns der Einschränkungen durchaus bewusst und deshalb sehr darauf bedacht, Strukturen anzulegen, die auch erst später auftretende Prozesse regulieren können. Dies wird im Rahmen unseres konzeptionellen Eckpfeilers "Marktpflege" der Fall sein. Uns geht es ja nicht um einen "wilden", sich selbst überlassenen Markt, sondern um ein Geschehen, in das bei Bedarf natürlich eingegriffen werden muss. Nicht umsonst nennen wir unser Modell "Markt- und Qualitätsorientierte STEUERUNG".

Dass Einrichtungen, die am Modellversuch teilnehmen aus dieser Tatsache in der Modelllaufzeit keinen finanziellen Nachteil haben sollen, halte ich für ein Gebot der Fairness. Ich finde es zynisch, dies als Argument gegen das Vorgehen aufzuführen.

Sollte es tatsächlich zu einem generellen Abbau pädagogischer Qualität kommen, werden die Steuerungskonzepte bereits jetzt entwickelt. Wir befinden uns weniger im Elfenbeinturm als der Beitrag unterstellt.



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