Nur Hirngespinste eines Ministerialbeamten?

von Gottfried Koppold, Kinderhilfe im Landkreis Weilheim-Schongau gGmbH am 22. Juni 2001 um 08:05 Uhr

Also, lieber Herr Kraus, ich habe nicht von einer Standard-Absenkung gesprochen, ich habe mich auf den Beitrag von Herrn Habla, Mitarbeiter des Staatsministeriums, vom 01. Februar 01 bezogen. Herr Habla wörtlich: „Es handelt sich vielmehr um einen Mindestanstellungsschlüssel und damit um eine neue „Kennzahl“ im Kindergartenbereich, der den „alten“ Personal-Kind-Schlüssel ablöst.“ Dabei wird die Zahl 16,66 mehrfach erwähnt und erläutert. Habla weiter: „Der Zahlenwert von 1: 16,66 beschreibt erstmals eine Grenze, bei deren Überschreiten von einer Kindeswohlgefährdung ausgegangen wird. Dies bedeutet konkret: Einrichtungen, die diesen Schlüssel überschreiten, müssen mit Entziehung der Betriebserlaubnis rechnen.“
Das bedeutet doch, sofern man die Aussagen aus dem Staatsministerium nicht reine Fantasie sind, wie Ihr Beitrag suggeriert, dass Träger, die diesen Schlüssel einhalten, eine Betriebserlaubnis haben. Das heißt, dass, wer mit den von mir nach der Formel von Herrn Habla errechneten Schlüsseln arbeitet, dies in Zukunft ganz legal tun kann. Und dass dieser Mindestpersonalschlüssel wesentlich schlechter ist als der bisherige, das steht außer Zweifel.
Wenn das aber alles nur Hirngespinste sind, was soll dann der Beitrag von Herrn Habla? Ist das nur die Fantasie eines wild gewordenen Ministerialbeamten?
Im übrigen wissen Sie sehr genau, Herr Kraus, dass ein empfohlener und ein Mindestanstellungsschlüssel zwei Paar Stiefel sind. Deshalb bleibt es auch dabei, so lange kein neuer Mindestanstellungsschlüssel definiert wird, muss man wohl von dem von Herrn Habla definierten ausgehen.



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