Viele Fragen tun sich auf

von Angela Brodschelm, Mutter am 25. Juni 2001 um 20:05 Uhr

In den letzten Tagen habe ich versucht mich mittels dieser Internetseiten über das geplante Modell der Qualitätssicherung an Kindergärten in Bayern zu informieren. Nun schwirrt mir der Kopf und es tun sich viele Fragen auf, auch bin ich nicht ganz sicher, dass ich alles wirklich richtig verstanden habe. Ich würde mich daher sehr freuen, wenn sich jemand die Mühe macht meine Fragen zu beantworten, bzw. die von mir aufgestellten Thesen zu korrigieren.
Zuerst habe ich eine Frage zur Qualitätskommission:
Habe ich es richtig verstanden, dass diese Kommissionen die Aufgabe haben werden zu überwachen, ob die Kindergärten Qualitätssicherung durchführen? Ist es weiterhin richtig, dass unter Qualitätssicherung in diesem Fall verstanden wird, dass die Kindergärten die Elternfragebögen ausgeben, auswerten und veröffentlichen? Die Kommission wertet nicht den Inhalt und die Umsetzung des pädagogischen Konzepts?
Die Faktoren, die die Höhe der Summe bestimmen, die ein Kindergarten erhält, sind also die Betreuungszeiten der einzelnen Kinder und deren jeweiliger persönliche Faktor (für z.B. Kinder, die kein Deutsch können, behinderte Kinder und Kinder unter 3 Jahren). Wie hoch werden denn die Faktoren für diese Kinder angesetzt?
In vielen Gemeinden ist es so, dass die Deckung der Kindergartenplätze für Kinder ab 3Jahren nicht ganz erfüllt wird. Besonders Kindergärten mit einer guten Umsetzung ihrer pädagogischen Konzeption haben Schwierigkeiten alle angemeldeten Kinder aufzunehmen. Diese Kindergärten werden es bei einer gerechten Verteilung der Plätze (nach Dringlichkeit und Alter) nicht schaffen, Kinder unter 3 Jahren aufzunehmen. Werden diese Einrichtungen künftig gezwungen sein ältere Kinder abzulehnen und dafür mehr jüngere aufzunehmen, um sich finanzieren zu können? Oder anders herum gefragt: Werde ich künftig Schdwierigkeiten bekommen mein deutschsprachiges, nicht behindertes Kind, dass erst mit 3 Jahren in den Kindergarten soll in der Einrichtung meiner Wahl unterzubringen, weil es dem Kindergarten keine "Extrapunkte" einbringt? Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich finde es durchaus richtig, dass Kindergärten mehr erhalten, wenn sie "komplizierte" Kinder betreuen, aber auch die Qualität der Betreuung und der Elternarbeit sollte mit einfließen.
Dann habe ich noch Fragen zum Elternfragebogen:
Werden die Elternfragebögen, die sie während der Projekte in LL und BT erarbeiten für die Kindergärten verbindlich sein, oder dürfen die einzelnen Einrichtungen, bzw. ihre Träger in Absprache mit der zuständigen Qualitätskommission eigene Fragebögen herausgeben?
Ich danke Ihnen für die Beantwortung meiner Fragen.
Mit freundlichen Grüßen
Angela Brodschelm



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