Stichwort Ausländerkinder

von Margrit Reuschlein, BRK-Kiga Spatzennest Weil am 27. Juni 2001 um 20:44 Uhr

Sehr geehrter Herr Kraus,
Ich habe gelesen, dass es von der Modellkommission München einen Beschluß gibt, dass Kinder nur als Ausländerkinder gezählt werden, wenn beide Elternteile ausländischer Herkunft sind.
Dieser Beschluss ist meiner Meinung nach zu früh und zu einengend gefasst worden.
Beispiel: Ich habe Drillinge in meiner Einrichtung, deren Hauptsprache Tschechisch ist. Die Mutter ist aus Tschechien, des Vaters Staatsangehörigkeit ist deutsch, obwohl er auch stark akzentuiert spricht und sich schwer tut mit der deutschen Sprache. Die Kinder fangen jetzt erst an, ein wenig deutsch zu sprechen.
nach dem Beschluß würden diese drei Kinder nicht als Ausländerkinder zählen, obwohl sie auch nicht der deutschen Sprache mächtig sind.
Und weiterführend wie ist die Sachlage, wenn beide Elternteile die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen haben und deren Kinder die deutsche Sprache nicht beherrschen?
Was wurde mit diesem Beschluss bezweckt?
Auf der einen Seite sagen Sie, dass Sie einengende regulierende Vorgaben vermeiden wollen, siehe Beispiel Verfügungszeit, wo meiner Meinung nach eine verbindliche Regelung sinnvoll wäre.
Auf der anderen Seite werden Beschlüsse gefasst, die im Einzelfall einengen, siehe mein obiges Beispiel.

Auf die Antwort ist gespannt

Margrit Reuschlein



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