Fluktuierender Basiswert und spätere Festlegung

von Günter Krauß, ISKA am 11. Juli 2001 um 22:50 Uhr
als Antwort zu: Fragen zur Kostenneutralität von Gottfried Koppold, Kinderhilfe i.Lkr. Weilheim-Schongau gGmbH am 18. Juni 2001 um 15:14 Uhr

Nach dem momentanen Diskussionsstand sollte der Basiswert in der Zeit der Einführung des Modells fluktuieren, d.h. auf Grund der Nutzungsstunden korrigiert werden, und erst nach ca. 2 Jahren in einen fixen, dynamisierten Wert übergehen.

Ihre Überlegung, dass sich speziell durch die Einbeziehung von unter 3-jährigen und Schulkindern eine Verringerung des Basiswertes ergibt, ist insofern nicht richtig, als diese nur im Rahmen bereits bestehender, aber leerstehender Kindergartenplätze nachrücken. Die Schaffung neuer Plätze für unter 3-jährige und für Schulkinder ist im Rahmen unseres Projektes nicht zu leisten. Sie kann nicht kostenneutral erfolgen. Der Bedarf liegt hier auch weit über dem, was im Rahmen dieser kleinen Umschichtungen gedeckt werden kann.

Was freiwillige Zuschüsse von Kommunen an freie Träger angeht, so werden hier die Handlungsmöglichkeiten der Kommunen natürlich nicht angetastet. Damit unser neues Fördermodell in seinen Vorteilen gerade auch für die Träger/Einrichtungen richtig zum Zuge kommt, wäre es am sinnvollsten, solche freiwilligen Zahlungen in Form eines erhöhten Basiswertes zu leisten. Unsinnig wäre es, wenn kommunale Regelungen die Effekte des Fördermodells neutralisieren. Diese Neutralisierung könnte übrigens sowohl zu Gunsten als auch zu Lasten der freien Träger gehen.

Was die Gleichbehandlung von Anbietern angeht, wird man darüber im Kontext der konzeptionellen Säule "Marktregulation" nachdenken. Ich halte es für sehr wichtig, hier möglichst keine "Wettbewerbsverzerrungen" zuzulassen. Allerdings ist die Frage, wie verschiedene Träger in ihrer Unterschiedlichkeit gleich bzw. gerecht behandelt werden, nicht unbedingt einfach zu beantworten.



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