Elternbeitrag in Bayreuth nun gerechter

von Schmidt - Mutter am 27. Juli 2001 um 14:32 Uhr
als Antwort zu: Qualität? von Barbara Perras-Emmer, Städt. Kindergarten Parsberg/Opf. am 25. Juli 2001 um 12:06 Uhr

Ihr Beitrag zeigt, dass Qualität nicht nur an äußeren Rahmenbedingungen hängt.

In der Einrichtung, die mein Sohn besucht, würde es bei Einführung des neuen Systems(endlich) deutliche Enlastungen geben - das alte benachteiligt diese ausgelastete und beliebte Einrichtung. In unserem Kindergarten sind auch nachmittags sehr viele Kinder. Viele, weil sie müssen. Die meisten aber wegen des tollen Angebots und der freundlichen Atmossphäre.

Ich finde es nur gerecht, wenn Kindergärten auch nach Auslatung bezahlt werden. Welches andere objektive Kriterium gibt es sonst? Oder sollen die ausgelasteten weiterhin die "Dummen" sein, deren Engagement und Service sich nicht finanziell niederschlägt?

Noch was zum Elternbeitrag in Bayreuth. Durch den Wegfall der Mittagsbetreuungszuschläge in Höhe von 60.-DM Monat für die reine Betreuungszeit von 12.30 - 13.30 Uhr in BAyreuth Stadt zahle ich statt 215.-DM im Monat (bei 11 Monaten=ca. 2360 DM/jahr)ca. 50 Dm im Monat WENIGER. Mein Kind bleibt meist 5 - 6 Stunden, aber eben über Mittag. Mit Essen kostet mich der Platz, den ich meist von 9.00 - 14.00 und an einzelnen Tagen im Monat auch mal einen ganzen Tag und an manchen nur 3 Stunden brauche, derzeit locker 275.-DM (215.-DM Betreuung und spielgeld, 60 DM Essen) Elternbeitrag incl. Essen. MOMENTAN!

Mit Einführung der neuen Preise ab Januar hätte ich eine spürbare Entlastung. ich müsste nämlich nur noch ca. 155.-DM im Monat zahlen. (selbst bei 12 Monaten Beträgen im Jahr ergibt sich eine Ersparnis gegenüber heute!) Außerdem finde ich das ganze gerechter. Eine andere Mutter hatte ihr Kind immer von von früh an gebracht, mittags 1,5 Stunden geholt und anschließend bis 16.00 Uhr in der Einrichtung, also täglich ca. 8 Stunden und hat 60.-DM weniger bezahlt als ich!!!UNGEReCHT!

Da finde ich die neue Regelung doch viel sozialer und angemessener.

Im Moment laufen in Bayreuth Unterschriftenlisten, in die sich Eltern eintragen sollen, damit die Erprobung sofort gestoppt werden soll.(Dabei hat die ja noch gar nicht angefangen, sondern soll ja erst im Januar starten).

Bei uns ist eine völlige Unsicherheit unter den Eltern. Jeder will, dass es den Kindergärten gut geht und damit unseren Kindern. Hier wird blind unterschrieben!!! DIE ELTERN WISSEN GAR NICHT; WAS sie da unterschreiben. Der Witz dabei ist: das ganze kommt aus Nürnberg! Und die haben doch nun gar nichts mit dem Modell zu tun! Es gibt doch momentan nur Hochrechnungen - keine realen Zahlen - keine realen Auswirkungen - NICHTS!

ABER: ES WIRD ERZÄHLT; DASS KINDERGÄRTEN WENIGER GELD BEKÄMEN UND MAN MÜSSE JETZT GEGENSTEUERN; DAMIT DER STAAT NICHT AN DEN KINDERN SPART. Ich habe aber bisher verstanden, dass es um eine gerechtere Verteilung des Geldes geht. WAS IST DENN NUN???

So ein Vorgehen, dass man prinzipiell schon mal gegen etwas ist, das noch gar nicht erprobt ist, finde ich nicht richtig. Ohne Alternativen zu haben noch dazu. Die Einrichtung meines Sohnes ist ein Beispiel dafür, wie ungerecht die alte gesetzliche Richtlinie ist. Man kann doch nicht wollen, dass die so bleibt, wie sie ist. Zwei Leute pro Gruppe, egal, ob man 30 Stunden oder 50 Stunden 8 Kinder einer Gruppe in der Einrichtung hat - wer hat sich eigentlich so etwas ausgedacht??? Und warum ist dagegen niemand Sturm gelaufen??

Ich habe leider selbst kein Email usw. und schreibe gerade am dienstlichen PC einer anderen Mutter. Wir haben gerade energisch diskutiert. Bitte, antworten sie daher im Internet.

Ein bisschen mehr Elternaufklärung und Informationen zum Modell könnte es schon geben, dann gäbe es nicht so ein entsetzliches Gemunkel und Durcheinander.

Mehr Geld für die Kleinen (Unterdreijährigen) und die Schulkinder ist auch angekündigt. Wann kommt das denn endlich???

Herzliche Grüße. B. Schmidt, Mutter aus Bayreuth



Antwort
Name
Kurznachricht
Text