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von Günter Krauß, ISKA am 27. Juli 2001 um 20:39 Uhr
als Antwort zu: Viele Fragen tun sich auf von Angela Brodschelm, Mutter am 25. Juni 2001 um 20:05 Uhr

Sehr geehrte Frau Brodschelm,

ich will versuchen, etwas Klarheit zu schaffen:

Die Qualitätskommissionen (die erst später einzurichten sind) werden nicht über die einzelnen Kindergärten beraten, sondern die allgemein gültige Qualitätssicherung weiterentwickeln. Diese besteht zunächst aus Beschreibung und Elternfragebogen. Die Umsetzung der Ergebnisse ist tatsächlich den Einrichtungen überlassen - etwas anderes wäre praktisch nicht leistbar (und auch zweifelhaft). Wir sehen bereits jetzt an den Modellstandorten, dass es durchaus sehr viel bewegt, wenn Einrichtungen sich mit ihrem Umfeld auseinandersetzen müssen - vielleicht mehr als bei einer Auseinandersetzung mit einer Aufsichtsbehörde oder Qualitätskommission.

Die Höhe der Gewichtungsfaktoren finden Sie in Tabellen unter dem Stichwort "Basiswert".

Es besteht nicht der geringste Grund, zu befürchten, dass nicht-behinderte Kinder im Kindergartenalter in Einrichtungen nicht aufgenommen werden, weil sie keine "Extrapunkte" bekommen. Die Einrichtungen werden mit den Grundpauschalen ausreichend finanziert. Integrative Einrichtungen mit behinderten Kindern haben schon immer einen höheren Finanzbedarf wegen einer geringeren Gruppenstärke und dem Einsatz von Zusatzkräften. Das muss auch bei dem neuen Fördermodell berücksichtigt werden.

Ob die Elternfragebögen verbindlich werden, ist noch nicht abschließend geklärt. Möglicherweise wird es einen Kanon von "Pflichtfragen" geben. Mit Sicherheit wird nicht der gesamte Fragebogen vorgeschrieben. Die Einrichtung wird immer eine eigene Variante entwickeln können.

Mit freundlichen Grüßen
Günter Krauß



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