Mehr Geld - bei Betreuung von mehr Kindern - aber WO??

von Alexandra Lux am 02. August 2001 um 16:28 Uhr
als Antwort zu: Mehr Geld - bei Betreuung von mehr Kindern - keine Frage! von Schmidt am 31. Juli 2001 um 09:48 Uhr

Liebe Frau Schmidt,

ich glaube, wir reden aneinander vorbei. Ich übe keine pauschale Kritik, und die Alternative, alles beim Alten zu lassen, halte ich auch für die Schlechteste! Ich erwarte nur, daß Erzieherinnen bei der Erstellung eines neuen Konzeptes mitarbeiten können.

Pädagogische Fachkräfte, Träger und Eltern in den Modellstandorten halte ich mit Sicherheit nicht für dumm. Wenn sie miteinbezogen werden und ihre Erfahrungen und Meinungen berücksichtigt werden, begrüße ich das natürlich sehr, allerdings hört man davon in der Öffentlichkeit nichts!

Ich freue mich für Sie, daß Sie dem Ganzen so positiv entgegensehen, das tat ich zu Beginn der Reform auch...
Ich fürchte mich vor gar nichts. Es ist für mich noch immer schlecht vorstellbar, daß es für Fälle, wie z.B. unseren, das AUS bedeutet. Das Sozialministerium kann sich nicht leisten, daß reihenweise Kleinsteinrichtungen in Selbstverwaltung schließen müssen! Es wurde ein Sonderetat in Aussicht gestellt, von dem wird allerdings nicht mehr gesprochen.
Es macht mich nur ärgerlich, wenn verdeckte Sparmaßnahmen als verbessertes Betreuungsangebot verkauft werden! - Ich halte es für dringend notwendig, daß Betreuungsangebote für Kinder vor und nach der Kindergartenzeit ausgebaut werden, aber dazu braucht es auch mehr Geld, da die Ansprüche ganz andere sind! - Der Meinung sind Sie ja auch. Aber ich sehe keine zusätzlichen Gelder - und die Vorgaben für das neue Modell waren auch ganz klar: Selbes Geld (keine Kürzung) für breitere Altersstufe!

Wenn pädagogisch verantwortlich gearbeitet werden soll, kann man nicht einfach jüngere oder ältere Kinder auf freie 'Kindergartenstühle'setzen. Konzeption, Spielangebot, Mobiliar und Betreuungsschlüssel müssen angepasst werden.

Ich finde das Diskussionsforum hier sehr interessant, aber sobald es ins Detail geht, wird es auf diesem Weg schwierig sich über evtl. verschiedene Sichtweisen zu verständigen.

Alexandra Lux, München



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