Zeitbuchungen gibt es schon jetzt in einigen Einrichtungen

von Günter Krauß, ISKA am 30. November 2000 um 11:37 Uhr
als Antwort zu: Arbeit mit der Stempelkarte? von Jacky, Kindergarten am 29. November 2000 um 20:16 Uhr

Die Buchung bestimmter Zeiten gibt es schon auf der Grundlage des alten Förderrechtes in einer ganzen Reihe von Einrichtungen, z.B. in allen kommunalen Kindergärten der Stadt Fürth, aber auch bei freien Trägern. Probleme der Art, wie Sie sie beschreiben, treten dort nicht auf und sind auch nach dem neuen Fördermodell nicht zu erwarten.

Wie lange Eltern sich festlegen und in welchen Abständen sie ihre "Buchung" verändern können, ist Bestandteil des Vertrages und der Absprachen zwischen Familie und Einrichtung. Hier werden Einrichtungen sicher verschieden verfahren.

Wieso eine Stechuhr o.ä. nötig sein soll, sehe ich nicht. Natürlich wird man Eltern, die dazu neigen, ihre Zeit zu überziehen, darauf ansprechen, ob sie ihre Buchung nicht verändern möchten, aber dazu braucht man doch keine Minuten-Protokolle.

Warum sich für Erzieher/innen dauernd neue Arbeitszeitverhältnisse ergeben sollen, kann ich auch nicht erkennen. Die Summe der gebuchten Zeiten wird sich nicht sprunghaft ändern. Änderungen gleichen sich immer auch ein Stück gegenseitig aus. Die Situation ist ähnlich der eines kaufmännischen oder Handwerksbetriebes, der nie sicher wissen kann, wie sich die Kunden im Einzelfall verhalten, der aber Erfahrungswerte hat, wieviel er in etwa verkauft und der aufgrund dieser Erfahrungswerte auch seine Arbeitsverträge abschließt.

Unsicher ist der Beruf der Erzieher/in im Moment in ganz anderer Hinsicht: die dramatisch sinkende Zahl der Kinder gefährdet im Moment Tausende von Arbeitsplätzen (Größenordnung: 9.000). Nach dem alten Förderrecht wohlgemerkt. Das von uns vorgeschlagene Fördermodell würde dem ein ganzes Stück entgegenwirken, da sich neue Ausgleichsmöglichkeiten ergeben und es keine rigiden Grenzen mehr gibt, ab denen überhaupt nicht mehr gefördert wird.



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