Noch einmal: Kein Sparmodell!!!

von Dunkl, StMAS am 03. August 2001 um 09:31 Uhr
als Antwort zu: Mehr Geld - bei Betreuung von mehr Kindern - aber WO?? von Alexandra Lux am 02. August 2001 um 16:28 Uhr

Sehr geehrte Frau Lux,

vielen Dank für Ihren Diskussionsbeitrag. Ich gebe zu, dass die Finanzierung der Kleinsteinrichtungen mit überdurchschnittlicher personeller Ausstattung ungeklärt ist. Ihr Hinweis darauf ist berechtigt. Wir werden uns diesem Thema beizeiten ausführlich widmen. Vorrangig ist gegenwärtig die Vorbereitung der Erprobungsphase für die Modellstandorte. In diesem Zusammenhang sind zahlreiche Einzelfragen noch zu klären.

Unredlich halte ich jedoch den wiederholt vorgetragenen Vorwurf einer "verdeckten Sparmaßnahme". Wer sich mit dem Modell beschäftigt hat weiß, dass diese Aussage nachweislich falsch ist. Die Personalkostenzuschüsse im Kindergartenbereich steigen nach wie vor. Die Umstellung auf das kind- und nutzungszeitbezogene Modell erfolgt kostenneutral. Ferner dürfte es auch Ihnen als interessierte Leserin nicht entgangen sein, dass die bayerische Staatsregierung derzeit ein Gesamtkonzept zur Förderung familiengerechter Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen erarbeitet. Dieses Gesamtkonzept enthält erhebliche staatliche Mehrausgaben für den Kinderbetreuungsbereich. Dass an den Kindern gespart würde, davon kann also keine Rede sein.

Zum Abschluss eine generelle Randbemerkung zum Diskussionsforum: Ich kenne keine Reform, im dem die Basis derart involviert wird, wie in diesem Projekt. Von Anfang an waren Eltern und Erzieherinnen eingebunden. Natürlich können wir nicht mit allen 35.000 Fachkräften Einzelgespräche führen. Immerhin zählen wir aber bereits über 300 Einzelveranstaltungen. Statt durch diesen offenen Diskussionsprozess Vertrauen zu erzeugen, schlägt uns in großer Zahl nicht nur Misstrauen, sondern auch Feindseligkeit entgegen. Selbst vor persönlichen Angriffen wird nicht halt gemacht. Ich gebe zu, hier schwindet bisweilen mein Glaube an basisdemokratische Entscheidungsprozesse. Wohltuend daher die Beiträge von Frau Perras- Emmer, Frau Schmidt und Frau Daam. Herzlichen Dank dafür!



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