Danke für die klare Analyse

von Pfarrer Matthias Haag, Erlangen am 01. Dezember 2000 um 12:01 Uhr
als Antwort zu: Angst machende Zahlen für Erzieherinnen über die Gefährdung von Arbeitsplätzen von Dr. Heidrun Kolinsky, Wissenschaftlerin mit Erfahrung in theoretischer Modellbildung am 30. November 2000 um 14:19 Uhr

Ihr Beitrag bringt es ausführlich und nachvollziehbar auf den Punkt:
Qualität läßt sich in Kindergärten nicht durch den Markt steuern. Ich stelle mir die Frage, wieviel dem Staat eine nach pädaqgogischen Kriterien und Werten gestaltete Erziehung der Kinder wert ist.
Die wirtschaftlichen Interessen der Träger und die wirtschaftlichen Zwänge der Eltern werden das Angebot in den Kindertagesstätten gestalten.
Was bisher als Qualität in den Kindergärten Standard war, das wird verlorengehen:
X Gleiche Förderung für Kinder reicher und armer Eltern
x Förderung der Gemeinschaftsfähigkeit der Kinder in festen Gruppen
x Geschützter Raum für die Vermittlung von Werten, denn die vom Markt werden andere Werte vermittelt.

Für die evangelischen Träger stellt sich immer wieder die Frage, ob sie mit den neuen Förderrichtlinien überhaupt noch sinnvoll evangelische Kindertagesstätten betreiben können.
Diese Frage ist erntshaft und nicht nur rhetorisch, denn es sind die wesentlichen Faktoren ja noch nicht heraus
Basiswert
Verhältnis Kinder / Fachkraft
In welcher Weise werden
Teamarbeit
Elternarbeit
Zusammenarbeit mit anderen Förder-einrichtingen
Ausbildung von Berufspraktikantinnen
Verwaltungsarbeit
in die Berechnung der Förderung miteinbezogen.

Also, auch die Träger werden demotiviert und zynisch bis hin zum Überlassen der Erziehungsaufgabe an die Kommunen.
Aber, soweit ist es noch nicht, noch kämpfen wir für eine Qualität in der Eziehung der 3 - 6-jährigen.

Matthias Haag, Evang.-Luth.Erloeserkirche@t-online.de



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