Sind die Verhältnisse in NRW wirklich besser?

von Barbara Perras-Emmer, Städt. Kindergarten Parsberg am 27. September 2001 um 11:54 Uhr
als Antwort zu: Faszinierend von Gerd Detering, Fachberater für Tageseinrichtungen für Kinder am 27. September 2001 um 11:20 Uhr

Sehr geehrter Herr Detering,
Sie sprechen mir einerseits aus der Seele, wenn Sie pädagogische Qualität nicht an den Rahmenbedingungen, sondern an Inhalten und deren Darstellung festmachen. Andererseits fällt es vielen leichter, zu jammern und den Fokus auf andere zu lenken, und dann haben wir eine Außenwirkung erzielt, die nicht verständlich ist.

In vielen von mir besuchten Fortbildungsveranstaltungen außerhalb Bayerns (Osnabrück, Hannover, Marburg ...) hatte ich Gelegenheit, die Bedingungen zu vergleichen und festgestellt, dass wir z. B. über bessere räumliche Verhältnisse verfügen. Wir haben auch Zeit für die Kinder, jedoch überprüfen wir derzeit, welche Qualität diese Zeit für die Kinder haben kann bzw. soll. Sind die Kinder in den Einrichtungen, um möglichst Einzelbetreuung zu bekommen, oder können sich Erwachsene auch zurückziehen und Entwicklungen nur einfach beobachten, zulassen und auswerten? Heißt Gruppenleitung wirklich, die Gruppe von 23 bis 25 Kindern stets und ausschließlich zu leiten, die sogenannte "Zweitkraft" sieht dabei zu? Was halten Sie von Gruppenteilung: 8 Kinder beschäftigen sich selbständig, 8 mit der Erzieherin und 8 mit der Zweitkraft? Oder auch von Teilzeitstellen, welche die Kernzeit mit 3 Kräften abdecken, die Verfügungszeit wird entsprechend dem Bedarf der Gruppe eingebracht? Dann steht uns die optimale (Forschungs-)Gruppengröße von 8 Kindern zur Verfügung.

Sie sehen, dass für uns die Diskussion durchaus sinnvoll ist, und dass wir in Bayern etwas bewegen wollen. Ich lebe gern in Bayern!
- und fahre zur nächsten FoBi nach Brandenburg ...
Liebe Grüße
Barbara Perras-Emmer



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