nicht ganz...

von Gerd Detering, Fachberater für Tageseinrichtungen für Kinder am 17. Oktober 2001 um 08:27 Uhr
als Antwort zu: Frage an Herrn Detering von Pentenrieder E.,Erzieherin im Kreis LL am 15. Oktober 2001 um 11:28 Uhr

Sehr geehrte Fr. Pentenrieder!
Die Situation ist nicht ganz so, wie sie oft dargestellt wird (es gibt auch zahlreiche nordrhein-westfälische Spezialitäten). Tatsächlich ist ab 01.08.01 die wöchentliche Öffnungszeit als Budget vereinbart (d.h. die Einrichtung / der Träger kann die Öffnungszeiten seiner Einrichtung/en innerhalb dieses Budgets selbst festlegen - z.B. Donnertags längere Öffnungszeit, dafür Freitags Mittag Schluß). Die Höhe des Budgets ist jedoch für jede Einrichtung unterschiedlich, da sich dieses Budget ausdrücklich auf die am 01.08.01 angebotene Öffnungszeit bezieht. Wer zu diesem Zeitpunkt also 45 Stunden Öffnungszeit hatte, hat auch 45 Std. Budget. Die genannten 35-Std. (Kindergarten und 42,5-Std. (Tagesstätte) sind nur Mindestöffnungszeiten. Ausserdem sind sie der "theoretische Wert" auf den sich die Berechnung der Personalstunden bezieht.
Problematisch ist vor allem, dass schon heute ein grosser Anteil der Einrichtungen zwischen 40 und 50 Öffnungsstunden in der Woche anbietet, aber bei der Personalbemessung so getan wird, als hätte die Einrichtung nur 35-Wochenstunden auf. Natürlich wäre ein "Rückfahren" der Öffnungszeit auf die genannten 35-Stunden denkbar - doch das ist weder gewollt noch bedarfsgerecht - und praktisch nicht durchführbar.
In meiner Stadt haben die Tageseinrichtungen für Kinder überwiegend die Öffnungszeit 7 - 12:30 und 14-16:30 Uhr (Kindergarten = 40 Wochenstunden), sowie von 7 - 17:00 Uhr (Tagesstätte = 50 Wochenstunden). Diese Wochenstunden sind ihr sog. Budget.
Die Elternwünsche sind bei der Festlegung dieses Öffnungszeit-Budgets zu berücksichtigen - sie beziehen sich aber auf Öffnungszeiten der Einrichtungen, nicht auf die Betreuungszeiten des einzelnen Kindes. Es sind z.B. keine Betreuungszeiten (Montags 10 Std., Dienstags 4 Std., Mittwochs 8 Std. usw. möglich, wenn diese nicht mit der Öffnungszeit der Einrichtung übereinstimmen. Auch die Beiträge richten sich nicht nach der in Anspruch genommenen Verweildauer, sondern sind feste Beitragssätze die sich auf den jeweiligen vorgehaltenen Platz beziehen.
Bei Öffnungszeiten unter 35-Wochenstunden wird die Förderung anteilsmäßig gekürzt.
Mit freundlichen Grüssen
Gerd Detering



Antwort
Name
Kurznachricht
Text