Warum keine Verringerung der Regelgruppengröße?

von Dunkl am 22. Oktober 2001 um 18:43 Uhr
als Antwort zu: Vielen Dank! von Gerd Detering, Fachberater für Tageseinrichtungen für Kinder am 22. Oktober 2001 um 12:42 Uhr

Sehr geehrter Herr Detering,

der Rückgang der Kinderzahlen ist in Bayern nicht einheitlich. Im Landesdurchschnitt errechnet sich ein Rückgang. In weiten Teilen sind jedoch die Kindergärten noch auf Jahre ausgelastet mit 25 Kindern in der Gruppe. Demgegenüber gibt es zahlreiche Einrichtungen, in denen sind Gruppengrößen unter 20 Kinder mittlerweile die Regel. Diese werden in den nächsten Jahren in ihrem Bestand gefährdet, wenn die Kinderzahlen weiter sinken, die staatliche und kommunale Förderung bei Kinderzahlen unter 15 Kindern/Gruppe anteilig zu kürzen sein wird (laut aktueller Förderrichtlinie) bzw. Elternbeiträge fehlen.


Pauschale Lösungen zur Gruppenreduzierungen sind somit nicht zielführend. In Zuzugsgebieten würde eine Reduzierung der Regelgruppenstärke das Risiko, keinen Kindergartenplatz zu erhalten, vergrößern. Die Bautätigkeit müsste trotz der absehbaren Wende bei den Kinderzahlen und der Möglichkeit von Mietkostenzuschüssen weiter ausgeweitet werden. Vorrangiges Ziel ist es daher, die Flexibilität der gefährdeten Einrichtungen zu erhöhen. Durch Mehrfachnutzung von Räumen, durch förderunschädliche Umwidmung, durch Einrichtungen von integrativen Gruppen und schließlich durch die Altersöffnung sollen den Trägern Instrumente in die Hand gegeben werden, adäquat auf die demographische Entwicklung zu reagieren.

Mit freundlichem Gruß



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