Mehr Personaleinsatz bei höherer Förderung - Verfügungszeit - Standardfragebögen

von Günter Krauß, ISKA am 29. November 2001 um 09:10 Uhr
als Antwort zu: Fachtagung Fragen an Hr. Krauß von Christine Roth am 26. November 2001 um 20:33 Uhr

Sehr geehrte Frau Roth,

die Frage, ob ein Träger eine etwaige höhere Förderung tatsächlich in Personal investiert, beschäftigt uns auch. Wir beobachten deshalb das reale Trägerverhalten an den Modellregionen sehr genau. Mit der Einführung höherer Mindeststandards ziehen wir bereits eine gewisse Untergrenze. Unser Mindestanstellungsschlüssel von 1:12,5 trifft Einrichtungen, die sich nach den alten Regelungen noch auf dem Boden des BayKiG und seiner Durchführungsverordnungen befinden. Wer über diese Grenze kommt, muss Personal einstellen, um die Anerkennung als Kindergarten zu behalten. Es ist Gegenstand der Erprobungsphase, ob diese Regelung reicht.

Insgesamt entsteht durch das neue Fördermodell ein hoher Druck auf die Träger, sich mit Fragen der Qualität der Einrichtung und mit Fragen der Trägerqualität auseinanderzusetzen. Wir beobachten mit Interesse, dass sich doch eine nicht geringe Zahl von Trägern hier der Tatsache bewusst wird, dass sie nicht nur für die Finanzen und die formale Abwicklung einer Einrichtung verantwortlich sind.

Die Verfügungszeit ist in den Basiswert einkalkuliert. Dieser wurde so berechnet, dass die gesamte in Bayern geleistete und finanzierte Zeit eingeht, ohne extra ausgewiesen zu werden. Zeit für Arbeiten außerhalb der Gruppen ist natürlich notwendig (nicht nur für Vor- und Nachbereitung). Der Umfang wird sich von Einrichtung zu Einrichtung, von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz und von Situation zu Situation sehr unterscheiden. Es macht keinen Sinn, hier staatlich zu reglementieren.

Wie Sie unter dem Punkt "Elternbefragung" sehen können, arbeiten wir bereits mit Musterfragebögen, bei denen einige Fragen gewissermaßen eine Art "Pflichtteil" bilden. Fragebögen vollständig vorzugeben, wird den Unterschiedlichkeiten der Einrichtunge nicht gerecht. Es muss immer die Möglichkeit geben, bei dieser Gelegenheit Dinge zu erfragen, die nur in der konkreten Situation der Einrichtung einen Sinn machen.



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